Offenbar hat Schuster, der im Sommer bei Real einen Vertrag bis 2010 unterzeichnete, das Umfeld bei einem der bedeutendsten Fußball-Klubs der Welt unterschätzt. "Obwohl ich von meiner aktiven Zeit diese gewaltigen Zuschauermassen kenne, muss ich mich auch erst wieder daran gewöhnen. Aber wenn man so lange Trainer bei kleineren Klubs war, merkt man natürlich, dass die Verantwortung jetzt noch größer ist als früher", meinte Schuster, der zuvor beim FC Getafe arbeitete.
Unterstützung erhielt der Europameister von 1980 von "Fußball-Kaiser" Franz Beckenbauer. "Bei den großen Klubs gibt es viele Gruppen und Eifersüchteleien. Keiner gibt dem nächsten Informationen weiter. Bei den großen Teams ist das eben so. Ich habe das bei Olympique Marseille auch erlebt und habe nach einem Jahr die Konsequenzen gezogen, weil es mir keinen Spaß mehr gemacht hat", meinte Premiere-Experte Beckenbauer und fügte mit Blick auf Schusters bisherige Machtfülle bei dessen vorherigen Arbeitgebern hinzu: "Bei seinen bisherigen Klubs hat er ja sogar das Massage-Öl geordert."
