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Ajax-Profi
Nouri nach Herzstillstand im künstlichen Koma

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Die Angst um das Leben von Abdelhak Nouri war am Morgen danach gebannt, doch viele Sorgen bleiben:

Der Mittelfeldspieler von Ajax Amsterdam wurde nach einem Herzstillstand während eines Testspiels gegen Werder Bremen reanimiert, ins Krankenhaus geflogen und in ein künstliches Koma versetzt. Noch ist völlig unklar, wann der 20-Jährige von den behandelnden Ärzten wieder "geweckt" werden kann.

"Fußball kann so schön sein, er kann aber auch so grausam sein. Hier haben wir einen tragischen Moment erlebt", sagte Werder-Sportchef Frank Baumann sichtlich mitgenommen. Nouris Teamkollegen und auch die Bremer Profis starrten fassungslos auf das Geschehen. Für die Norddeutschen stand Team-Psychologe Andreas Marlovits als Gesprächspartner zur Verfügung.

Nouri, nicht verwandt oder verschwägert mit dem Trainer der Hanseaten, war bei einem Testspiel im österreichischen Hippach in der 73. Minute beim Rückwärtslaufen ohne Fremdeinwirkung zusammengebrochen. Binnen Minuten herrschte eine gespenstische Atmosphäre im Lindenstadion.

Die Partie wurde abgebrochen, 1500 Zuschauer verließen die kleine Arena wie in Trance. Nouris Arbeitgeber Ajax bestätigte später, dass der 20-Jährige außer Lebensgefahr sei, aber auch, dass er trotz eigenen Herzschlags auf der Intensivstation zusätzlich künstlich beatmet werde.

Nouri, niederländischer U21-Nationalspieler mit marokkanischen Wurzeln, war in der abgelaufenen Saison beim Europa-League-Finalisten zu neun Erstliga-Einsätzen gekommen. Dreimal stand das Talent auch bei internationalen Spielen auf dem Rasen. Gegen die Bremer er war zu Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselt worden.

Zum Zeitpunkt des Abbruchs führte der SV Werder nach Toren von Johannes Eggenstein (46.) und Florian Kainz (62., Foulelfmeter) mit 2:1, vor dem Seitenwechsel hatte Mateo Cassierra (29.) für den niederländischen Rekordmeister getroffen.

Nouri hat offensichtlich noch Glück im Unglück, denn mehr als ein Dutzend Fußball-Profis haben einen solchen Herzstillstand nicht überlebt. So starb der Uerdinger Bundesligaprofi Michael Klein 1993 ebenso an Herzversagen wie fünf Jahre später Zweitliga-Profi Axel Jüptner beim FC Carl Zeiss Jena.

Erst im Juni war der ivorische Nationalspieler Cheik Tiote beim Training mit seinen Klubkollegen von Beijing Enterprises tot zusammengebrochen. Zu den tragischsten Vorkommnissen zählt auch der Tod des Kameruners Marc-Vivien Foé am 26. Juni 2003 beim Confed-Cup-Halbfinale in Lyon gegen Kolumbien. Er stirbt mit 28 Jahren

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