Das Ziel: Spiele in den Amateur-Ligen sollen ab der kommenden Saison live im Internet übertragen werden. Das gefällt allerdings nicht allen Fans. Denn durch die Übertragung im Internet, so die Befürchtungen, bestehe die Gefahr, dass Vereine auf Zuschauer-Einnahmen verzichten müssen. Schließlich sei es bequemer, die Spiele am Bildschirm zu verfolgen. Den Einwand weist der Essener Anbieter soccerwatch.tv, der in Konkurrenz zu sporttotal.tv die Übertragung von Spielen der Ruhrgebiets-Vereine anstrebt, zurück.
Live-Bilder könnten einen Besuch am Fußball-Platz nicht ersetzen, versichert Jan Taube, Mitbegründer von soccerwatch.tv, gegenüber dieser Zeitung. Und er betont: „Unsere Erwartung ist, dass wir den Fußball durch die Übertragung von Live-Bildern attraktiver machen.“ Außerdem sei für die Vereine mit der Übertragung der Spiele kein Aufwand verbunden.
Einigen sich der Verein und der jeweilige Betreiber des Online-Portals auf eine Zusammenarbeit, wird am Platz eine Kamera angebracht. Sie schaltet sich zu Spielbeginn an – und nach dem Abpfiff wieder ab. Das Besondere: Beide Anbieter setzen Kameras ein, die so konzipiert sind, dass sie dem Spielgeschehen automatisch folgen können.
Einfache Installation der Vorrichtung
So ist es nicht erforderlich, dass ein Mitarbeiter der Plattform die Kameraführung übernimmt. Auf diese Weise seien bei den Proben qualitativ gute Bilder entstanden – soccerwatch.tv hat es erfolgreich getestet.
Während die Kamera ihren Dienst also automatisch verrichtet, ist die Installation der technischen Vorrichtung denkbar einfach. Dafür reiche die übliche Ausstattung eines Fußballplatzes aus: „Den Strom für den Kamera-Betrieb ziehen wir aus dem Flutlichtmast. Die Besonderheit des Soccerwatch-Systems ist, dass jegliche Übertragung über Mobilfunk abgewickelt werden kann. Wir garantieren dadurch eine gute Übertragungsqualität“, sagt Taube.
Das Konzept seines Unternehmens könne für die Klubs lukrativ werden. Während DFB-Kooperationspartner sporttotal.tv sogar eine Mietgebühr für die Kamera in Höhe von monatlich 9,90 Euro verlangt, planen die Essener eine Beteiligung der Vereine an den Werbeeinnahmen. Beide Online-Portale finanzieren sich auf diese Weise.

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