Die 47. Hattinger Fußball-Stadtmeisterschaft ist Geschichte. Mit der SG Welper fand das Lothar-Gries-Gedächtnisturnier schließlich einen verdienten Sieger, und mit Hedefspor Hattingen gab es auch einen guten Ausrichter. So weit ist also alles prima, doch ein rundum glücklicher Mensch ist Hattingens Fußball-Fachschaftsleiter Dino Carrafiello in diesen Tagen dennoch nicht.
Noch weiter straffen kann man das Turnier nicht, dann findet man keinen Ausrichter mehr.
Dino Carrafiello, Fußball-Fachschaftsleiter Hattingen
Er könnte es eigentlich sein, weil seine Grün-Weißen aus Welper den Titel holten, und weil auch die neue Turnierform ankam. „Natürlich gibt es auch Leute, die meckern und sagen, dass die Vorrunde zu lang sei“, sagt Carrafiello, der darauf aber entgegnet: „Noch weiter straffen kann man das Turnier nicht, dann findet man keinen Ausrichter mehr.“
Mit den Auftritten seiner SG Welper war Carrafiello nur bedingt zufrieden. „Die Mannschaft kann noch viel mehr. Das wissen aber die Spieler selbst, und das weiß auch unser Trainer Thorsten Kastner. Richtig gut fand ich aus Welperaner Sicht eigentlich nur das Spiel gegen den TuS Hattingen. In den anderen Partien gab es dagegen doch noch reichlich Luft nach oben“, so Carrafiello.
Anwohner beschweren sich - Lautsprecher bleiben still
Dass es in Winz-Baak wieder einmal stille Spiele gab, weil wegen der Beschwerden von Anwohnern auf Lautsprecher-Durchsagen verzichtet werden musste, sei zwar nicht optimal, aber nicht zu ändern gewesen, so Carrafiello, für den es womöglich die letzte Stadtmeisterschaft als Fachschaftsleiter gewesen ist. Denn Carrafiello und seine Mitstreiter in der Fachschaft denken aktuell darüber nach, sich bei der nächsten Sitzung im Februar nicht mehr zur Wahl zu stellen. Dabei macht ihm seine Arbeit nach wie vor großen Spaß. Das Verhältnis zu den Sponsoren Sparkasse und Stadtwerke ist ganz hervorragend, der Kontakt zu den Vereinen gut. Allein: Es fehlen die helfenden Hände in der Fachschaft.
Viel Arbeit auch in den Vereinen
„Die Arbeit ist nicht mehr zu schaffen“, sagt Dino Carrafiello. „Alle die, die sich in der Fachschaft engagieren, sind ja auch in ihren Vereinen stark eingebunden. Und da ist die Arbeit auch nur auf ganz wenige Schultern verteilt“, so Carrafiello weiter.
An ruhige Tage ist auch nach dem Abpfiff der Stadtmeisterschaft nicht zu denken. Jetzt beginnt die Vorbereitung für die Herbstsitzung der Fachschaft, dann müssen die Stadtmeisterschaften in der Halle organisiert werden, danach der Ostercup, und kurz darauf dreht es sich dann schon wieder um die Hattinger Stadtmeisterschaften der Jugendfußballer.
Es gibt keine richtige Atempause
Eine richtige Atempause gibt es also nicht, doch eine solche brauche man dringend“, so Carrafiello. „Wenn wir das hinbekämen, wenn es also wirklich Unterstützung gäbe, die auch eine echte Zeitersparnis bringt, dann würde ich vielleicht noch einmal neu nachdenken. Wenn es aber so bleibt, dann müssen wir uns im Februar einen neuen Fachschaftsvorstand suchen. Denn dann mache ich nicht weiter. Und ich denke, dass meine Kollegen das genau so sehen.“

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