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DFB-Boss Grindel
"Müssen uns Krawallmachern entgegenstellen"

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Foto: dpa

Die Freude über den Sieg war bei den Weltmeistern schnell verflogen. Einige deutsche "Fans" hatten das Spiel in Prag mit Nazi-Parolen und üblen Beleidigungen gestört.

DFB-Präsident Reinhard Grindel hat die Vorgehensweise der deutschen Fußball-Nationalspieler nach dem 2:1-Sieg in der WM-Qualifikation in Prag gegen Tschechien ausdrücklich begrüßt. Das Team um Thomas Müller hatte nach dem Abpfiff auf den Gang zu den deutschen Anhängern verzichtet, nachdem ein Teil mit Nazi-Parolen und schlimmen Pöbeleien negativ aufgefallen war.

"Wir wissen die Unterstützung der friedlichen Zuschauer für die Mannschaft zu schätzen. Aber wir werden niemals faschistische, rassistische, beleidigende oder homophobe Schlachtrufe dulden. Gemeinsam - als Mannschaft, Fans und DFB - müssen wir uns diesen Krawallmachern entgegenstellen", schrieb Grindel bei Facebook.

Für die Akteure des Weltmeisters war klar, dass man ein Zeichen setzen musste. "Timo Werner wurde beleidigt, bepöbelt, dann fangen die Fans an, diesen Scheiß zu rufen. Da distanzieren wir uns komplett von, damit wollen wir nichts zu tun haben", sagte Siegtorschütze Mats Hummels: "Das sind keine Fans, das sind Krawallmacher, Hooligans, die haben nichts mit Fußballfans zu tun. Die müssen wir aus dem Stadion rauskriegen."

Grindel betonte, dass man "stolz auf das DFB-Team" sein könne. "Ich meine damit das feine Gespür, das die Mannschaft gestern Abend bewies, sich eindeutig vom Verhalten eines Teils der deutschen Zuschauer in Prag zu distanzieren, indem sie nach Abpfiff nicht mehr wie sonst üblich in die Kurve gegangen ist, um sich für die Unterstützung zu bedanken. Das ist ein klares Signal, das die Mannschaft da ausgesendet hat."

Damit wurde klargemacht, so Grindel, "ihr seid nicht unsere Fans. Ihr seid Krawallmacher. Ihr habt im Stadion nichts verloren. Ihr missbraucht die Bühne des Fußballs. Wir sind nicht Eure Mannschaft."

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