Dieses Begehren habe er "meinen Arbeitgebern schriftlich mitgeteilt; ich habe sie aufgefordert, mich umgehend wieder als MotoGP-Fahrer ins Team aufzunehmen und die bestehenden Verträge ordnungsgemäß zu erfüllen". Pramac hatte in der Vorwoche schon den Briten Chaz Davies als Ersatzfahrer auf Hofmanns Platz bis zum Ende der Saison bekannt gegeben.
Bereits direkt nach der Entlassung hatte Hofmann rechtliche Schritte angekündigt. Dies untermauerte er am Montag: "Ich halte die Kündigung für unberechtigt und werde mich dagegen mit allen mir rechtlich zur Verfügung stehenden Mitteln wehren." Die schriftliche Kündigung sei "nicht mit den Vorfällen des Renntags begründet, sondern mit meiner angeblich schlechten gesamten Saisonleistung. Diese war aber keineswegs so schlecht, dass sie meine Entlassung rechtfertigen könnte."
Bis zu einer nicht verschuldeten Verletzungspause hatte Hofmann auf Rang elf der WM-Wertung gelegen, nur neun Punkte hinter seinem Teamkollegen Alex Barros, dem erfahrensten Piloten im Feld. Teamchef Luis D'Antin hatte dem bis heute einzigen Deutschen in der MotoGP mangelnde Motivation vorgeworfen, nachdem er wegen technischer Probleme beim Rennen in Estoril/Portugal auf die Ersatzmaschine umsteigen musste und kurz darauf ausstieg.
"Es mag sein, dass ich aus Enttäuschung und Frustration die Zusammenhänge nicht richtig erklären konnte", sagte Hofmann: "Da ich während meiner Zusammenarbeit mit dem Team stets meinen unbedingten Einsatzwillen für das Team bewiesen habe, wäre es vollkommen ausreichend gewesen, mich gegebenenfalls zu verwarnen. So eine Vorgehensweise hätte ich akzeptiert."
