Wieder kommt ein West-Rivale, wieder ist es ein Abendspiel. Aber diesmal sollen, anders als bei der 0:2-Niederlage gegen den MSV Duisburg, die Punkte in Bochum bleiben. VfL-Trainer Jens Rasiejewski hofft trotz der zuletzt wenig erbaulichen Leistung auf mehr Unterstützung von den Rängen als am vergangenen Dienstag und darauf, dass „man auf das guckt, was einen verbindet. Ich hoffe, dass es immer noch das Spiel ist.“
Natürlich war auch Rasiejewski mit dem Auftritt gegen den MSV unzufrieden. Seine Gedanken hätten sich um die Frage gedreht, „warum der Gegner mehr richtig gemacht hat als wir“, so der VfL-Trainer. Fehlende Konsequenz erkannte zudem Rasiejewski bei seinen Spielern, auch die Zweikampfführung machte er zum Thema und forderte schließlich auch einen „größeren Willen“ ein. Etwas mehr Support von den Tribünen würde dabei aber sicher nicht schaden, zumal es sich ja derzeit um eine recht junge und entsprechend unerfahrene Mannschaft handelt.
Einige Dinge sind aber inzwischen geklärt. Felix Bastians, Dimitrios Diamantakos, Evangelos Pavlidis und Nico Rieble haben sich verabschiedet, Janni Serre ist gekommen. Dass Anthony Losilla nach Ablauf seiner Sperre wieder in die Innenverteidigung zurückkehren wird, daran hatte der VfL-Trainer schon vor Tagen keinen Zweifel gelassen.
Gezwungen ist er nicht zu weiteren Änderungen, denn Tim Hoogland, der am Freitag aus privaten Gründen fehlte, und Stefano Celozzi, zuletzt angeschlagen, konnten am Sonntag wieder das komplette Trainingsprogramm bestreiten, während Danilo Soares frühestens für das Spiel in Dresden am kommenden Sonntag eine Option sein kann. Dass Losilla und Hoogland gegen die Arminia das Innenverteidiger-Duo bilden werden und Maxim Leitsch deshalb auf die linke Außenposition rutschen wird, wollte Rasiejewski noch nicht bestätigen, sei aber eine „Möglichkeit“.
Das Spiel ist zu linkslastig
Ob der 43-Jährige auch Stefano Celozzi und Philipp Ochs etwas anders positionieren wird als bisher, muss man abwarten. Die Linkslastigkeit des Bochumer Offensivspiels war jedenfalls schon länger zu beobachten, wenn auch nicht so augenfällig wie in der ersten Halbzeit gegen Duisburg.
Inzwischen dürfte das Zusammenspiel von Kevin Stöger und Robbie Kruse in der Liga hinlänglich bekannt sein, die Verpflichtung von Ochs sollte eigentlich für mehr Variabilität sorgen und die Berechenbarkeit der Bochumer Offensive aufbrechen. Bislang ist das noch nicht gelungen. Weder gibt es ein funktionierendes Flügelspiel auf der rechten Seite, noch konnte sich Ochs zentral im Abschluss in Szene setzen.
Nur Kaiserslautern trifft seltener
Jedenfalls benötigt der VfL dringend Tore. Inzwischen haben die Bochumer nach dem Tabellen-Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern die wenigsten Treffer aller Zweitligisten erzielt. Dass Rasiejewski von einem Chancenplus gegen den MSV sprach, ist diskutabel. Johannes Wurtz und Lukas Hinterseer hätten sicher treffen müssen oder zumindest können, darüber hinaus gab es aber nicht viel. Vielleicht hilft ja ein kräftiger Anschub von außen.
Jens Rasiejewski hält jedenfalls den Einfluss der Fans im Stadion für wichtig. Er stellt sich diese bisher noch unbeantwortete Frage: „Wie wird das wieder eine Einheit?“



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