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Bundesliga
Trainerfrage: Wer führt den BVB in eine neue Ära?

Lucien Favre, Lucien Favre
Foto: firo

Die Bundesliga-Saison neigt sich dem Ende entgegen. Doch ehe Mitte Juni die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland beginnt, wünschen sich viele Klubs Planungssicherheit. So dreht sich das Spieler-Karussell auch in diesem Sommer wieder kräftig.

Bei einigen Vereinen stehen die Zeichen auf Neustart. Insbesondere Borussia Dortmund steht vor einem großen Umbruch – der sich sogar auf dem Trainerstuhl zeigen könnte.

Große Erfolge in der jüngeren Geschichte

Dass sich die Schwarz-Gelben überhaupt Gedanken um ihren Coach machen, wäre noch vor wenigen Monaten kaum denkbar gewesen. Zu erfolgreich prägten Trainer wie Jürgen Klopp (2008 bis 2015) und Thomas Tuchel (2015 bis 2017) die Geschicke des Vereins. Mit schnellem und vor allem variablen Offensivfußball holten die beiden ehemaligen Mainzer Übungsleiter zusammengenommen zwei Meisterschaften, errangen drei Mal den zweiten Platz in der Liga und standen fünf Mal im Pokalfinale, das sie 2012 und 2017 jeweils für sich entschieden.

Der geplatzte Traum der Kontinuität

Mit dem von Ajax Amsterdam abgeworbenen Peter Bosz sollte die Ära des fulminanten Umschaltspieles fortgesetzt werden. Wie seine Vorgänger Klopp und Tuchel, so stand auch der Niederländer für temporeichen Angriffsfußball aus einer gesicherten Defensive. Das Konzept zeigte zum Beginn der Saison 2017/18 seine Stärken, brach dann allerdings gnadenlos in sich zusammen. Noch in der Hinrunde wurde Bosz entlassen und eilig durch den kurz zuvor in Köln frei gewordenen Peter Stöger ersetzt. Seine Mission: Irgendwie die Teilnahme an der Königsklasse sicherstellen. Ein Ziel, das der Österreicher trotz wenig Spektakel auf dem Platz zu erreichen scheint.

Stögers Zukunft beim BVB

Ob Peter Stöger aber auch in der kommenden Spielzeit das Star-Ensemble in Dortmund dirigieren darf, ist zweifelhaft. Zwar führt er seine Truppe gegenwärtig mit ergebnisorientiertem Fußball in den internationalen Wettbewerb. Dabei dürfte es sich indes nur um das Minimalziel des zweitteuersten Kaders der Liga handeln. Zumal: Der unter Stöger gezeigte Fußball ließ zu oft die Ambitionen für Höheres vermissen. Insbesondere das beinahe chancenlose Ausscheiden aus der Europa-League gegen den keinesfalls dominanten Gegner RB Salzburg könnte die Aussichten auf eine Weiterbeschäftigung des Österreichers schmälern. Auch er selbst hat sich zu einem Verbleib bei der Borussia noch nicht abschließend geäußert.

Der Flirt mit einem alten Bekannten

Sollte sich der Dortmunder Ballspielverein zu einer Veränderung auf dem Trainerstuhl veranlasst sehen, so gilt Lucien Favre als Favorit auf die Übernahme des Amtes, auch in den Augen der Wettanbieter. Der gebürtige Schweizer, in den Vorjahren bereits bei Hertha BSC und Borussia Mönchengladbach erfolgreich in der Bundesliga aktiv – dürfte seinen gegenwärtigen Klub per Ausstiegsklausel verlassen. Rund drei bis fünf Millionen Euro soll der Coach kosten, der mit dem OGC Nizza in der laufenden Saison das Ziel der Europa-Teilnahme deutlich verfehlt. Fraglich ist indes, ob Favre nach den aufreibenden Jahren in Gladbach und nun in Frankreich direkt einen neuen Klub übernehmen möchte.

Die jungen Wilden aus Dortmund

Lehnt Favre den Wechsel in den Ruhrpott ab, könnte mit Hannes Wolf ein ehemaliger Jugendtrainer der Borussia in den Fokus für den Profikader geraten. Wolf, unter der Saison beim VfB Stuttgart zurückgetreten, gilt als aufstrebender Stern am Ligahimmel. Doch ist der 37-Jährige, der kaum eine halbe Saison im deutschen Oberhaus vorweisen kann, schon bereit für die ambitionierten Dortmunder? Ähnliches galt bis vor wenigen Tagen für David Wagner, einst Coach im Nachwuchsbereich der Borussia und nun erfolgreich auf dem Wege, Huddersfield Town in der englischen Premier League zu halten. Ein Meilenstein des kleinen Klubs, der sich mit der Vertragsverlängerung bei Wagner bedankt hat.

Die Gerüchteküche brodelt

Dass neben den genannten Kandidaten noch weitere Namen ins Blickfeld der Dortmunder geraten, lässt sich auf dem volatilen Trainermarkt wohl kaum verhindern. Steht vielleicht sogar Arsène Wenger bereit, eine neue Ära bei den Schwarz-Gelben zu prägen? Nach 22 Jahren wird der Franzose sein Amt bei Arsenal London zum Saisonende aufgeben – und soll sich dem Vernehmen nach auf eine neue Aufgabe freuen. Eventuell könnten aber auch Julian Nagelsmann (TSG Hoffenheim) und Ralph Hasenhüttl (RB Leipzig) für die Borussia interessant werden – die Zahlung einer Ablöse in nicht geringer Höhe einmal vorausgesetzt. Denn beide Klubs wollen ihre Übungsleiter nicht abgeben.

Dortmund am Scheideweg

Dass sich Borussia Dortmund vor dem personellen Umbruch befindet, dürfte angesichts der laufenden Saison und den in ihr gezeigten schwankenden Leistungen gesichert sein. Dass neben dem Kader auch die Position des Trainers auf ihre Tauglichkeit für eine erfolgreiche Zukunft überprüft wird, gilt als gewiss. Zeigt Peter Stöger in den verbleibenden Spielen bis zur Sommerpause nicht alleine erfolgreichen, sondern auch attraktiven Fußball, führt an der Vertragsverlängerung des sympathischen 52-Jährigen kein Weg vorbei. Bleibt er dem Verein nicht erhalten, deuten alle Zeichen auf einen Wechsel von Lucien Favre in den Ruhrpott.

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