Bodo Menze, der das Projekt in der vergangenen Woche vor Ort vorgestellt hat, ist mit großen Eindrücken aus Fernost zurückgekehrt. Im Gespräch mit der WAZ beschreibt der 65-Jährige seine Rolle vor allem als repräsentativ: „Ich sehe mich als Club-Botschafter im auswärtigen Dienst.“ Die strategische Planung liege in den Händen von Peter Knäbel, dem neuen Technischen Direktor Entwicklung auf Schalke. Und bei der Durchführung vor Ort setzt Schalke aktuell auf Marco Fladrich, den Leiter der Knappen-Fußballschule.
Fladrich verfügt bereits über eine große China-Erfahrung, da die Knappen-Fußballschule in Kunshan seit längerer Zeit etabliert ist. Fladrich wird für die Kooperation mit Hebei Fortune aber nicht nach China umsiedeln. Derzeit sind bereits fünf lizenzierte Schalker Trainer dauerhaft vor Ort, um das Projekt mit Leben zu erfüllen. Bodo Menze, der ja auch jahrelang die Schalker Knappenschmiede in Gelsenkirchen aufgebaut und geleitet hat, erklärt: „Ziel ist nicht nur die Spieler-Ausbildung, sondern auch die Ausbildung von chinesischen Trainern.“
Das Projekt ist angelaufen, wobei Menze bei der Präsentation vor Ort eines ganz wichtig war: Die Geduld auf beiden Seiten – es wird seine Zeit dauern, bis die Zusammenarbeit Früchte trägt. „Auch wir“, sagte Menze bei der Pressekonferenz, bei der ihm ein ausgezeichneter Dolmetscher zur Seite gestellt wurde, „auch wir haben auf Schalke etwa ein Jahrzehnt Vorlauf gebraucht, bis Spieler wie Manuel Neuer, Benedikt Höwedes oder Mesut Özil aus der Knappenschmiede in den Profikader aufgerückt sind.“




Hinweis:
Um Kommentare schreiben zu können, musst du eingeloggt sein. Falls du noch nicht angemeldet bist, kannst du dich hier kostenlos anmelden.
Login via Facebook
Der Login via Facebook erleichtert Ihnen die Anmeldung