"Dass von beiden Seiten der grundsätzliche Wunsch gehegt wird, diese Arbeit weiterzuführen, ist klar. Aber es gibt noch einige Punkte zu besprechen: Nachwuchsarbeit, Trainerausbildung, das Team um das Team herum, etwa die amerikanischen Fitnesstrainer. Mir ist wichtig, dass mein Mitarbeiterstab auch weiter mit mir arbeiten wird", sagte Löw in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung.
Strittig seien die Punkte laut Löw zwar nicht, "aber es sollte halt endgültig geklärt werden. Es geht mir nicht darum, dem DFB irgendwelche Forderungen aufzudrücken. Es geht um grundsätzliche Optimierung für die nächsten Jahre. Diese Themen würde ich gerne noch mal konkret besprechen." Es gehe auch noch "um ein paar Personalentscheidungen, die abzustimmen sind. Und bei den Inhalten der Trainerausbildung möchte ich einen gewissen Einfluss haben".
DFB-Präsident Theo Zwanziger und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff hatten zuletzt wiederholt keinen Zweifel daran gelassen, mit Löw auch nach der EURO 2008 weitermachen zu wollen - unabhängig vom Ausgang der EM. Der DFB sei von der Arbeit des Bundestrainers "überzeugt. Sie muss weitergeführt werden. Es gibt keine Alternative", verdeutlichte Zwanziger.
Gespräche wird es auf Wunsch von Löw frühestens ab kommender Woche geben. Der aktuelle Kontrakt des Bundestrainers läuft nach der EM-Endrunde 2008 aus.
Um die Arbeit mit der Nationalmannschaft weiter zu optimieren, "haben wir jetzt ganz neu eingeführt, dass wir uns ab und zu mal zwei oder drei Tage zusammensetzen", sagte Löw der SZ. Künftig will der Trainerstab monatlich zwei bis drei Tage in Klausur gehen.
Zusammen mit Assistent Hansi Flick, Bundestorwarttrainer Andreas Köpke und DFB-Chefscout Urs Siegenthaler würde man sich "ständig hinterfragen" und "knallhart analysieren: Haben wir die Ziele, die wir uns für die Länderspiele vorgegeben haben, erreicht? Hätten wir vielleicht andere Schwerpunkte setzen, hätten wir die Spieler anders ansprechen müssen? Ich hinterfrage mich ständig."
