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FUBA-NET-Cup NRW 2007: Borussia Hohenlind und BSS Dinslaken triumphierten
„Ehrgeiz ist gut–Spaß ist besser!“

Rheinischer Frohsinn im Herzen des Reviers: Als die Kölner Kicker vom SC Borussia Hohenlind am vergangenen Sonntagnachmittag „Viva Colonia“ in der RWE Rhein-Ruhr Sporthalle anstimmten, fand der diesjährige FUBA-NET-Cup NRW 2007 einen vergnüglichen Abschluss. Als Sieger in der „Offenen Klasse“ waren die Borussen kurz zuvor ebenso geehrt worden wie die Mannschaft von der BSS Dinslaken als Gewinner des „Home-Cups“ und alle weiteren platzierten Mannschaften.

Mülheims Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld nahm persönlich die Auszeichnung aller 20 Teams vor, die in einer Zwischenrunde und einer Finalrunde das bundesweit größte integrative Turnier komplettierten. Tags zuvor hatte sich im sCOOL-Cup (für Regel- und Sonderschulen) bereits das Essener Duo von der Comenius-Sonderschule und dem Gymnasium Überruhr den Titel gesichert.

An zwei Tagen kämpften integrativ besetzte Mannschaften, je zur Hälfte aus Fußballern mit und ohne Behinderung, um Tore und Punkte. „Das ist schon beachtlich, was hier auf die Beine gestellt wird“, staunte Zweitliga-Rekordspieler Willi Landgraf, der während der Siegerehrung die besten Torschützen auszeichnete. Thilo Thürkvom Wittfeld Wohnverbund Moers im Home-Cup und Benjamin Frerichs von Borussia Hohenlind in der Offenen Klasse steuerten zwar viele der weit über 400 erzielten Turniertore bei, doch im Vordergrund stand getreu dem Turniertitel „Zusammenspiel“ die geteilte Freude am gemeinsamen Fußballspiel.

Mit „Ehrgeiz ist gut und gehört dazu, aber Spaß ist einfach besser“, entlockte der gebürtige Mülheimer beiden Spielern ein breites Lächeln. Auch FUBA-NET Botschafter Yves Eigenrauch, der die fairsten Teams (Grafschafter Diakonie Moers und Haus Baasstraße Essen) mit einem Gutschein über eine Stunde Hallenfußball im goalfever-Center Essen belohnte, stellte die Turnieridee noch einmal in den Vordergrund: „Uns ist es wichtig, über den Fußball die Teilhabe von Menschen mit einer Behinderung aktiv zu fördern. Dies gelingt nur, wenn man Leistung und Erfolg nicht zur obersten Maxime macht, sondern auch einmal aus Verantwortung und Respekt gegenüber dem Mitspieler einen Gang runterschaltet.“

Das Zusammenspiel trifft in dieser Form die Ideale des Breitensports in eindrucksvoller Weise und grenzt sich vom Leistungssport für Menschen mit Behinderung klar ab. „Es bleibt natürlich dahingestellt, wo man hier die Grenze zieht. Spielbetriebe, die nur für Menschen mit Behinderung organisiert werden, zielen auf Leistungsfähigkeit ab, separieren aber gleichzeitig die Akteure. Integration gelingt hier nur indirekt und, wenn überhaupt, über die Medien. Der FUBA-NET Cup geht da einen direkteren Weg“, machte Uwe Mletzko als Geschäftsführer des Mitveranstalters Fliedner Werkstätten Mülheim den Hintergrund des Turniers deutlich.

In einer Sonderwertung prämierte Mletzko die beiden „bemitleidenswertesten Torhüter“ mit einer Ausrüstung, damit sie „wohlgemerkt rein sportlich bewertet“ bei der nächsten Auflage des Turniers noch besser teilhaben können.

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