„Unsere Idee ist absolut aufgegangen. Die Spieler waren begeistert und selbst einige Zuschauer fanden es toll, zwischendurch selber kicken zu können.“ In der Haupthalle informierten an beiden Tagen zahlreiche Institutionen, die als Kooperationspartner die Veranstaltung unterstützten, mit Infoständen über die Ziele der eigenen Arbeit. Neben dem Hauptsponsor RWE klärte auch die Fliedner Stiftung und der Mülheimer Verein für Bewegungs- und Gesundheitssport (VBGS) über spezielle Angebote für Menschen mit Behinderung.
Das Anti-Rassismus-Projekt „Dem Ball is’ egal, wer ihn tritt e.V.“ zeigte Flagge und präsentierte die bundesweit bereits sehr beachtete Aktion „Zeig Rassismus die rote Karte“. Die Mülheimer Rembergschule sorgte mit Kaffee und Kuchen ebenso wie die FliednerWerkstätten mit Getränken und einem reichhaltigen Barbecue für das leibliche Wohl aller Spieler und Zuschauer.
Am Sonntag zogen vier Spieler der neu gegründeten Blindenfußball-Nationalmannschaft mit einer Demonstration ihres Könnens die Zuschauer in ihren Bann. Als Nationaltrainer Peter Schreiner die Regeln und einzelne Trainingsübungen live auf einem Court in der Haupthalle vorführte, wurde es mucksmäuschenstill im weiten Rund. Die mit einem speziellen Klingelball kickenden Spieler beeindruckten hierbei vor allem durch ihren Orientierungssinn und verblüffende Abwehrtechniken
in Eins-zu-Eins-Situationen.
In einem Experiment konnte sich hierbei auch der sehende Andreas Sonnenschein von FN-Cup-Teilnehmer SV Rees überzeugen, dem es kaum möglich
war, einen Torschuss gegen die Verteidiger abzugeben. DBS-Vizepräsident Ludger Elling, der dem Turniermoderator Sascha Brattge einleitend Rede und Antwort stand, ist fasziniert von dem neuen Projekt innerhalb des Deutschen Behindertensportverbandes: „Im September haben wir nach nur vier Monaten Vorbereitungszeit ein Team zur EM nach Griechenland geschickt. Auch wenn die Mannschaft in einem sehr professionellen Teilnehmerfeld nicht oben mitmischen konnte, sind wir sehr stolz, eine neue Säule innerhalb der Abteilung Fußball in unserem Verband installiert zu haben.“
FN-Cup-Schiedsrichter Uli Tellke teilte die Faszination unter den knapp 500 Zuschauern in der Halle: „So etwas habe ich noch nie
live gesehen. Das ist der Wahnsinn und einfach eine Super-Idee, diese Art Fußball zu spielen mit in das integrative Fußballfest einzubinden.“
