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Kommentar: Fans entfernen sich von ihren Klubs
Schöne neue Fußballwelt

Die zwei Seiten des Fußballs. Während die DFL neue Millionen von den TV-Anstalten abzockt und die Bilder von der schönen heilen Profi-Welt gleich selbst herstellt, zerfasert an den Rändern mehr und mehr die wichtigste Bestandsgarantie des Gewerbes: die kindliche Anhänglichkeit der Fans zu ihren Klubs. Da ist nirgendwo mehr Geduld, Verständnis für schwierige Situationen, Zugehörigkeit gerade dann, wenn es nicht gut läuft.

Der Neuzeitfan akzeptiert seine Idole nur, wenn sie ihm Siege einfahren, die das eigene Selbstwertgefühl aufpolieren - man will zu den Gewinnern gehören. Gnade Gott aber, wenn die Erfolge ausbleiben. Sogar in Cottbus, wo man jeden Tag in allen Kirchen Dank-Messen lesen müsste, weil man überhaupt in der Bundesliga mitmachen darf, werden die Spieler nach Niederlagen bespuckt und beleidigt.

Nie war die Distanz zwischen Rasen und Rängen größer. Selbst dem ahnungslosesten Fan dämmert, dass er einem Spiel von Millionären beiwohnt und darin eine kleine Folklore-Rolle zu spielen
hat. Auf Dauer kann das nicht gut gehen. Fußball ohne positive Emotionen und Fans, die mit ihren Klubs durch dick und dünn
gehen. Das funktioniert nicht.

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Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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