Auffallend hierbei, dass nach den ersten zehn Minuten schon neun Hagener Spieler auf dem Feld gestanden hatten - so konnte die Intensität in der Verteidigung und das Tempo im Angriff durchgehend hoch gehalten werden.
Dieser Umstand zahlte sich im zweiten Viertel aus, in dem sich die Hagener mit zwölf Punkten absetzen konnten. Besonders hervor stachen in dieser Phase Matthias Grothe, der bei drei Versuchen von der Drei-Punkte-Linie gleich drei mal verwandeln konnte, und Per Günther, der das Team gut führte und bis dahin schon zwölf Punkte erzielen konnte. So ging es beim 49:38 mit einer Elf-Punkte-Führung in die Halbzeit.
Nach der Halbzeit konnten die Hagener die Führung direkt auf 13 Punkte ausbauen. Dann folgte allerdings eine schnelle 0:8-Serie zu Gunsten der Heidelberger, eine Auszeit von Ingo Freyer und die Umstellung auf eine sehr kompakte 2-1-2 Zonendeckung, die in der Trainingswoche zuvor eingeübt worden war erfolgte. „Wir hatten auf Video bereits gesehen, dass die Heidelberger keinen wirklichen Schützen haben. Daher haben wir den Raum unter dem Korb eng gemacht und so Huber-Saffer in der zweiten Halbzeit bei null Punkten gehalten“, erklärte Trainer Ingo Freyer nach dem Spiel.
Phoenix Hagen: Gennie (15; 3/3 Dreier), Rust (6), Philip Günther (2), Freeman (8), Dawidowski (4), Grothe (20; 5/6 Dreier; 11 Rebounds), Per Günther (17; 2/3 Dreier), Jeffers (4), Chennoufi (6), Baumann (12; 8 Rebounds).
In der Tat fehlte den Heidelbergern gegen die Zonenverteidigung eine Antwort. Immer wieder versuchten sie, bis zum Korb zu ziehen, verrannten sich aber in der eng gestaffelten Defense der Hagener. Die Führung nach dem dritten Viertel war mit 67:50 somit schon beruhigend. Die Volmestädter legten nach, konnten zwischendurch sogar bis auf 37 Punkte davon ziehen und gewannen letztendlich mit 94:61. Matthias Grothe hatte am Ende 20 Punkte auf seinem Konto, sowie elf Rebounds.
„Wir dürfen die Höhe des Sieges aber nicht überbewerten, denn die Heidelberger haben heute wirklich schlecht von außen getroffen, das kann im nächsten Spiel schon wieder anders sein. Unsere Konzentration gilt ab sofort dem Spiel gegen Nördlingen am nächsten Sonntag, wo wir unsere gute Platzierung ausbauen wollen“, gibt Co-Trainer Steven Wriedt die Marschroute vor.
