Wenger, der am vergangenen Montag seinen 58. Geburtstag feierte, hatte den 37-jährigen Deutschen im vergangenen Punktspiel Arsenals gegen die Bolton Wanderers (2:0) sogar aus dem Kader gestrichen und den polnischen Nachwuchsmann Lukasz Fabianski (22) als Ersatz für den derzeitigen Stammkeeper Manuel Almunia nominiert.
Daraufhin drohte Lehmann in einem Interview mit Premiere in Richtung Wenger: "Ich denke, man sollte Spieler nicht zu lange demütigen. Ich bin Arsenal-Spieler und werde mich hier nicht so sang- und klanglos verabschieden. Es kann sein, dass ich mich irgendwann einmal danach fühle, dass ich zu dieser ganzen Thematik etwas sagen muss. Aber momentan nehme ich das alles als Teil der Demütigung hin."
Von den englischen Tageszeitungen wurde dieser Ausbruch als Anfang vom Ende für Lehmann beim FC Arsenal interpretiert. "Jens Lehmann hat sein Todesurteil bei Arsenal unterschrieben, als er Arsene Wenger mit Krieg gedroht hat", kommentierte die Boulevard-Zeitung Sun. Auf die Frage eines Reporters, ob Lehmann überhaupt noch eine Zukunft beim 13-maligen englischen Meister habe, antwortete Wenger: "Natürlich!"
