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BVB: Echte Emotionen beim ehemaligen „Sambafloh“
Deutscher Leonardo Dede kann sich auch den Adler überstreifen

Eigentlich hatte er den Caipirinha schon im Sommer kalt gestellt, doch die Behörden waren einen Tick langsamer, als er es sich erhofft hatte. Vorgestern, Dienstag, bekam er im Dortmunder Rathaus endlich die angestrebte Urkunde überreicht. Und auf der steht, dass Leonardo Dede ab sofort die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt.

„Diesen Tag werde ich nicht vergessen“, sagte der 29-Jährige dem „Westdeutschen Rundfunk“ und wird sich mit dieser Äußerung hoffentlich nicht den Zorn seiner Mannschafts-Kollegen zuziehen, weil er den Schweige-Boykott gebrochen hat.

Der in Belo Horizonte Geborene wechselte im Sommer 1998 zu den Borussen und hat inzwischen 269 Bundesligaspiele bestritten. Damit ist er der Brasilianer, der die meisten Partien in der deutschen Eliteliga absolviert hat. Obwohl der einstige „Sambafloh“ auf der linken Seite in der Regel gute bis hervorragende Leistungen abliefert, wurde er nur einmal in das Aufgebot der Selecao berufen: „In meiner Heimat gibt es sehr viele gute Spieler, zudem war es kaum möglich, an Roberto Carlos vorbeizukommen.“

Beim 3:1-Erfolg der Südamerikaner in Ungarn feierte der Junggeselle im Jahr 2004 sein Debüt und so wie es aussieht auch seinen Abschied aus der Nationalmannschaft. Da es sich bei der Begegnung lediglich um ein Freundschaftsmatch handelte, besteht für Dede theoretisch weiterhin die Möglichkeit, sich das Adler-Trikot der deutschen Auswahlelf überzustreifen. Vor der Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Korea war er aufgrund fehlender Ausnahmespieler auf der linken Außenbahn zumindest vorübergehend ein Thema für Rudi Völler & Co.

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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