Während die Verträge des ersten Vorsitzenden und des Geschäftsführers allerdings noch bis zum 30. September 2010 gültig sind, läuft sein Papier in weniger als einem Jahr aus. „Es hat schon ein erstes Gespräch zwischen Aufsichtsrat und Vorstand darüber gegeben. Und im November ist unsere nächste gemeinsame Sitzung“, deutet Müller an, dass es wohl nicht mehr lange dauern wird, bis seine Stellung im Verein auf längere Sicht ratifiziert wird. „Ich spüre das Vertrauen in den zuständigen Gremien, das ist gut zu wissen.“
Clemens Tönnies hier und Schnusenberg dort wissen, was sie an Müller haben. Fehleinkäufe in der Vergangenheit werden entweder ihm nicht alleine angelastet oder wurden in der Anfangsphase seiner Amtszeit als Lehrgeld abgehakt. „Ich möchte gerne, dass Andy in seiner jetzigen Position weiter für Schalke 04 tätig ist und gehe davon aus, dass sein Vertrag in nächsten Zeit verlängert wird“, bekräftigt Schnusenberg.
Wie auf Schalke üblich, dürfte der neue Kontrakt über drei Jahre laufen, also bis zum 30.9.2011. Bis dahin will Müller seinen Anteil dazu beitragen, dass die Königsblauen ihren Stellenwert national und international weiter verbessern. „Es geht darum, in den kommenden zwei, drei Jahren den nächsten Schritt zu tun. In der Bundesliga wollen wir uns unter den besten zwei, drei Mannschaften etablieren, um so möglichst drei Mal in Folge in der Champions League mitzuspielen“, erläutert Müller die sportlichen Ziele. „Nur dann kämen wir auch wirtschaftlich in die Lage Spieler zu verpflichten, die für uns vor ein, zwei Jahren finanziell noch nicht möglich waren. Und auf europäischer Ebene muss es unser Anliegen sein, mal die Gruppenphase zu überstehen und ins Achtelfinale der Königsklasse einzuziehen.“
Nur im Duell mit den besten Spielern der Welt würden sich nämlich die Schalker Profis selbst an fußballerisches Top-Niveau heranarbeiten. „Diese Abgezocktheit, wie sie zum Beispiel Valencia bei uns gezeigt hat, fehlt uns noch“, erinnert Müller an das fast schon fatale 0:1 gegen die Spanier. „Die haben uns 60 Minuten lang machen lassen, dann ihre einzige Chance genutzt und uns dann laufen lassen.“
Beim Spiel Hase und Igel will Schalke irgendwann die Rolle des überlegenen Jägers übernehmen, mit Müller an entscheidender Stelle.

