„Wir werden sehr, sehr viel tun, damit er bei uns bleibt.“ Der Allrounder hatte am Mittwoch erklärt, „die Gespräche haben gerade erst begonnen und können sich noch Wochen oder Monate hinziehen.“
Da hat der Sport-Direktor allerdings andere Vorstellungen: „Es liegt natürlich in unserem Interesse, so schnell wie möglich Klarheit zu bekommen.“
Das scheint nicht so einfach, da der Blondschopf nicht nur von Werder Bremen umworben wird. So berichtet die Wolfsburger Allgemeine Zeitung (WAZ), auch Felix Magath bemüht sich, den Mittelfeldspieler zu den Wölfen zu locken. Höchstinteressant ist zudem die Meldung der WAZ, Florian Kringe würde ein Angebot des FC Schalke 04 vorliegen, wobei allerdings Knappen-Trainer Mirko Slomka klar dementierte (vergleiche Berichterstattung Schalke 04). Reichlich Stoff für Gedankenspiele, die Fakten sehen jedoch anders aus. Da jeder Klub, der vor Ende des Kalenderjahres mit dem Spieler verhandeln möchte, Borussia Dortmund informieren muss, haben wir noch einmal bei Michael Zorc nachgefragt: „Nein wir haben diesbezüglich keinerlei Anfragen vorliegen.“
Wesentlich zugeknöpfter zeigte sich der BVB-Sportdirektor, als er von RevierSport auf Andreas Hinkel angesprochen wurde: „Mit uns werden immer sehr viele Namen in Verbindung gebracht, deshalb bleibe ich bei meiner Standard-Antwort: Wir kommentieren keine Gerüchte.“ Dabei würde eine Verpflichtung des ehemaligen Stuttgarters, der beim FC Sevilla nur Dauerreservist ist, durchaus Sinn machen. Der Kontrakt von Philipp Degen läuft Mitte des nächsten Jahres aus. Zwar wollen ihn die Borussen halten, „er hat sich gut entwickelt“, aber die perfekte Ideallösung ist der Schweizer immer noch nicht. So kritisierte ihn Thomas Doll nach dem 1:2 in Hannover: „Das war unprofessionell.“
Im Fall Hinkel gibt es ein nicht unwichtiges Problem: Auch nach ihm hat Felix Magath, der ihn aus der gemeinsamen VfB-Zeit bestens kennt, seine Fühler ausgesteckt: „Er ist ein guter Spieler und wir haben immer gut zusammengearbeitet.“ Wenn überhaupt könnte der deutsche Nationalkicker im Ruhestand ohnehin nur ausgeliehen werden. Sein Vertrag in Spanien läuft noch bis 2010, zudem gibt es eine festgeschriebene Ablösesumme, die sich auf schon fast irrsinnige 15 Millionen Euro beläuft.
Für Null Euro könnte dagegen Sotirios Kyrgiakos in acht Monaten die Frankfurter Eintracht verlassen. Wie bereits mehrfach berichtet, ist der Grieche auch in Dortmund ein ernsthafter Kandidat. Nachdem er und sein Berater Paul Koutsoliakos bisher jede Terminvereinbarung mit Hessen-Boss Heribert Bruchhagen abgelehnt hatten, „dazu haben wir wenig Neigung“, soll es nun doch zu einem Plausch kommen, bei dem über eine längere Zusammenarbeit gesprochen wird.

