"Obwohl ich stolz darauf bin, dass ich mich nach schweren Verletzungen zurückgekämpft habe. Aber das Vertrauen in den Körper ging langsam verloren. Wenn die Verletzungen nicht gewesen wären, würde ich sicher noch zwei Jahre spielen", erklärte Stephan dem Internetanbieter Sport1.
Zuletzt hatte dem Rückraumspieler eine Schulterverletzung zu schaffen gemacht. Seine Reha-Zeit nutzte Stephan in den vergangenen Monaten zum Nachdenken. `Natürlich ist es keine leichte Entscheidung, die Karriere zu beenden. Aber sie ist gereift. Ich konnte mich während eines längeren Prozesses damit anfreunden", berichtete der Lemgoer Publikumsliebling.
Wegen diverser Blessuren hat Stephan, der 1998 zum Welthandballer gekürt worden war, trotz 183 Länderspielen nie an einer Weltmeisterschaft teilnehmen können. 2004 erlebte der gebürtige Duisburger mit dem Gewinn des EM-Titels in Slowenien und Olympia-Silber in Athen seine sportlichen Höhepunkt. 2005 beendete Stephan seine Karriere in der Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB).
Stephan, der demnächst den Trainerschein erwerben will und auch eine spätere Laufbahn als Coach nicht ausschließt, freut sich bereits auf seine neue Aufgabe abseits des Spielfeldes. Er ist nach Volker Zerbe und Markus Baur der nächste aus der `Goldenen Generation" der deutschen Nationalmannschaft, der in die Vereinsführung des TBV wechselt.
Baur tritt sein Amt als Trainer und neuer Sportdirektor am 1. Januar 2008 an. Lemgos Geschäftsführer Zerbe fungiert derzeit als Interimscoach. Stephan: `Diese Generation wird auf Funktionärsebene frischen Wind hinein bringen und kann einiges bewirken."
