Thomas Schaaf, der 3:2-Sieg von Werder Bremen in der Champions League gegen Real Madrid dürfte als ein weiteres "Wunder von der Weser" in die Annalen eingehen. Wo ordnen Sie diese Partie ein?
Ganz oben. Was das Team mit diesem Personal geleistet hat, war grandios. Man muss einfach sehen, mit welchen Schwierigkeiten diese Mannschaft seit Monaten leben muss. Sie hat diese problematischer Situation aber grandios angenommen.
Woran lag es, dass ein Werder-Team ohne sechs Stammspieler gegen das Starensemble von Real Madrid die Oberhand behalten konnte?
Die Tore in der ersten Halbzeit waren wichtige Erfolgserlebnisse und eine große Hilfe. Spätestens nach dem 3:1 durch Aaron Hunt wusste die Mannschaft, dass sie dieses Spiel gewinnen kann.
Hunt hatte mehr als ein halbes Jahr lang wegen Leisten- und Knieproblemen nicht gespielt und erst vor zehn Tagen wieder mit dem Mannschaftstraining begonnen. War dieser Einsatz nicht ein großes Risiko?
Natürlich gab es in seinem Spiel noch das eine oder andere Missverständnis, aber er hat insgesamt nicht lange gebraucht, um sich wieder einzufinden. Seine Nominierung hing aber auch mit unserer außergewöhnlichen personellen Situation zusammen.
Können die Spieler diesen Schwung in das Bundesliga-Nordderby am Samstag gegen den Hamburger SV mitnehmen?
Dieses Duell ist immer ein bedeutendes Spiel und kommt genau zur richtigen Zeit, um uns trotz aller Erschöpfung wachzuhalten. Mein Kollege Huub Stevens legt bekanntermaßen großen Wert auf eine solide Abwehrarbeit. Da wird es nicht ganz leicht für uns werden, eine Lücke zu finden.


















