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Kreisliga A Essen NW: TuS Holsterhausen sichert sich die Herbstmeisterschaft
Träumen ausdrücklich erlaubt

Damit hätten die wenigsten gerechnet. Nicht die Sportfreunde Katernberg, nicht Union Frintrop - der TuS Holsterhausen stellt nach der Kreisliga A-Hinrunde im Essener Nordwesten den Tabellenführer. Mit 1:0 behielt die Truppe von Trainer Christian Rolnik auch bei den Sportfreunden die Oberhand und sicherte sich damit die Herbstmeisterschaft. Für den Coach steht die schwerste Aufgabe jedoch erst bevor.

"Den Thron zu erklimmen, ist schon nicht einfach. Aber sich oben zu halten, ist eine Kunst für sich", warnt Rolnik. Ganz unverhofft kam der Erfolg für ihn jedoch nicht. Man habe sich vor der Serie ordentlich verstärkt, vor allem der Transfer von Sturmtank Hendrik Hildebrandt machte sich bezahlt. "Er braucht nicht viele Chancen für ein Tor", beschreibt der Übungsleiter den treffsicheren Hünen.

Bemerkenswert ist jedoch vor allem die Defensiv-Statistik der Holsterhauser. Ganze neun Gegentreffer mussten die Schwarz-Gelben in den bis dato absolvierten 15 Spielen hinnehmen - selbstverständlich Liga-Bestwert.

Doch Rolnik ist klar, dass in der Rückrunde nicht nur auf dem Platz Durchhaltevermögen gefragt sein wird: "Wenn jetzt von allen Seiten die Schulterklopfer kommen, müssen wir sehen, ob die Jungs auch mit dieser Situation umgehen können." Daher wird auch das Saisonziel vorerst noch nicht geändert. Unter die Top Fünf zu kommen lautete die Devise vor Saisonstart. Dennoch gesteht der Trainer: "Wenn es jetzt der fünfte Platz werden sollte, wären wir natürlich enttäuscht."

Bevor sich im Verein an ein Hinrunden-Resümee gemacht wird, haben die Schwarz-Gelben jedoch ohnehin noch zwei schwere Aufgaben vor der Brust: Union Frintrop und SG Altenessen stehen vor der Winterpause auf der Agenda. „Wir warten die beiden Partien erst noch ab. Sollten wir dann immer noch oben stehen, werden wir uns zusammensetzen und über mögliche Verstärkungen im Winter sprechen.“

Damit würde sich die Zielsetzung natürlich verändern. „Wenn die Favoriten nicht wollen – vielleicht sollten wir das nutzen“, schmunzelt Rolnik – und ergänzt: „Wenn man die direkten Konkurrenten schlägt, ist doch klar, dass man träumt.“

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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