Am Samstag steht für RWE Rhein-Ruhr Volley das erste Pokal-Viertelfinale der Vereins-Geschichte an. Wie ist die Stimmung so kurz vor dem ersten Aufschlag?
Donat: Wir haben uns diese Cup-Teilnahme mühsam erarbeitet. Sind über den Westdeutschen Pokal und dem anschließenden Sieg gegen den Nord-Ost-Vertreter Warnemünde in das DVV-Achtelfinale eingezogen. Dort haben wir dann in einem echten Krimi mit Hamburg einen Erstligisten ausschalten können. Am Ende hieß es 3:2 für uns, und das nach einem 0:2-Rückstand. Das kommende Spiel ist also ein weiteres Highlight, auf das wir uns unheimlich freuen.
Werzinger: Man muss sagen, dass durch unsere Pokal-Erfolge auch der Knoten in der Meisterschaft endlich geplatzt ist. Wir sind nicht allzu gut in die Saison gestartet, haben aber zuletzt zwei Partien ganz klar gewinnen können. Es wäre toll, wenn wir diese Euphorie weiter aufrecht erhalten können.
Wie kann Düren geschlagen werden?
Werzinger: Wenn wir gut aufschlagen, dann haben wir eine Chance. Aber Düren ist als aktueller Vizemeister natürlich der Favorit. Allerdings stand evivo noch nie im Finale, drei Spieler von uns, die aus Moers gekommen sind, schon. Vielleicht spielt das im Hinterkopf auch eine Rolle.
Donat: Das Finale in Halle hat mittlerweile schon Kultstatus erreicht, dort kommen über 10.000 Fans ins Gerry Weber Stadion, das ist ein echtes Ereignis im Volleyball. Wir hoffen schon ein wenig darauf, dass Düren uns unterschätzt, obwohl sie noch nie in Bottrop gewinnen konnten.
Mit wie vielen Fans rechnen Sie am Samstag?
Donat: Wir hoffen, dass 600 bis 800 Zuschauer den Weg in unsere Halle finden.
Am Sonntag steht gleich das nächste Ligaspiel gegen den Berliner TSC auf dem Programm.
Werzinger: Und dieses Match hat bei aller Vorfreude auf den Pokal absolute Priorität. Wenn wir die kommenden zwei Ligamatches gewinnen, sind wir wieder im Soll. Diese Saison kann auch der 2. Tabellenplatz entscheidend sein, da einige Erstligisten wirtschaftliche Probleme haben.
Wie enttäuschend wäre es, wenn es mit dem Aufstieg nicht klappen sollte?
Donat: Wir wollen mittelfristig nach oben, das ist ganz klar unser Ziel.
Werzinger: Unsere Spieler stellen selbst hohe Ansprüche an sich, haben den Klassensprung als Ziel ausgegeben. Aber wir haben auch einige neue Akteure in die Mannschaft integrieren müssen, da ist es normal, wenn zunächst noch etwas Sand im Getriebe ist.
Mit welchen Stärken kann das Team überzeugen?
Donat: Unsere Geschlossenheit, die Jungs haben in den letzten Wochen zueinander gefunden. Unser Zuspieler Ferdinand Stebner setzt alle Teamkollegen so ein, dass sie gut aussehen können.
Werzinger: Das Wir-Gefühl im gesamten Verein hat enorm zugenommen. Ich bin als Cheftrainer für unsere Jugendteams verantwortlich und sehe selbst, wie sich auch die jüngeren Mitglieder einbringen. Egal, ob als Ballroller oder als Aushilfe in unserem Café.
Am Samstag steht das Match im Vordergrund, aber auch das Rahmenprogramm kann sich sehen lassen!
Donat: Die ehemaligen Rhein-Fire Cheerleader werden für Stimmung sorgen, außerdem gibt es Gewinnspiele, Maskottchen und einiges mehr. Es wird eine tolle Veranstaltung für alle Beteiligten.
