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Krefeld Pinguine: Selivanov suspendiert
Schäfer statuiert Exempel

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Kommentar von Jörg Zellen

Nicht der allein Schuldige

Es ist die erste Suspendierung eines Spielers in der DEL-Geschichte der Krefeld Pinguine. Ein trauriges Kapitel, auf das alle Beteiligten wohl liebend gerne verzichtet hätten. Doch mal ehrlich: Selbst wenn Selivanov zuletzt – gemessen an die in ihn gesetzten Erwartungen – unterirdisch spielte, zieht dies automatisch eine Suspendierung nach sich? Nein. Wenn dem so wäre, müssten auch einige andere Akteure in diesen Tagen aussetzen. Allein Selivanov für die zuletzt grottenschlechten Auftritte verantwortlich zu machen, ist zu einfach.

Es muss auch gestattet sein, zu hinterfragen, warum es Trainer Jiri Ehrenberger seit Saisonbeginn – oder gar seit der vorherigen Spielzeit – nicht schafft, ordentliche Powerplay-Formationen aufs Eis zu bringen. Es gibt zahlreiche weitere Dinge, die verbesserungsfähig sind. Doch dafür kann eben nicht ausschließlich bei Selivanov die Schuld gesucht werden. Wenn jedoch tatsächlich „disziplinarische Gründe“ zu der Entscheidung geführt haben, kam sie zu spät. Das Theater um die russische Diva existiert schon viel länger.

Ein mutiger Schritt zur rechten Zeit hätte vielleicht etwas gebracht. So jedoch dürfte das Tischtuch zwischen Spieler, Trainer und Management endgültig zerschnitten sein und der Schaden für Image und Finanzen einmal mehr beträchtlich.

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