Bisher haben die Düsseldorfer in der kompletten Saison erst 13 Mal gewonnen. In jedem Fall ist das morgigen Match beim Tabellenschlusslicht Füchse Duisburg die erste Pflichtaufgabe. Zuletzt verlor die DEG zwar auf heimischem Eis gegen das Kellerkind, allerdings feierte sie auch beim Hinspiel in Duisburg einen klaren 6:0-Erfolg.
Den gilt es zu wiederholen, damit die Partie am Sonntag weiterhin von Bedeutung ist. Denn dann geht es zuhause gegen die Hamburg Freezers, die mit zwei Punkten Vorsprung den begehrten zehnten Platz halten, der wieder zur Teilnahme an den Pre-Play-offs berechtigt. Die Metro Stars sind somit zum Siegen verdammt, denn sollten sie beide Spiele verlieren, endet die Saison wohl am 9. März – ohne Play-offs.
Das hätte allerdings zur Folge, dass Trainer-Manager Lance Nethery frühzeitig Planungssicherheit hat. Zwar würde der ehrgeizige Kanadier diese gerne gegen die Play-offs eintauschen, doch momentan deutet nicht allzu viel darauf hin, dass die Düsseldorfer tatsächlich die „Kreutzer-Rechnung“ erfüllen können. So wird Nethery in den nächsten Wochen die ersten Gespräche führen können, wobei es allerdings danach aussieht, dass er nicht besonders viele Spieler halten will. Zu wenige haben die Erwartungen erfüllt und daher wird der 50-Jährige sein Team wohl einmal mehr runderneuern.

Kennt Chernomaz bereits aus gemeinsamen Kölner und Frankfurter Zeiten: DEG-Manager Lance Nethery. (RS-Foto: Terbach)
Ob ein neuer Trainer dabei schon ein Wörtchen mitzureden hat, könnte sich schon in den nächsten Wochen entscheiden. Denn ein Coach scheint bereits in der Verlosung zu sein: Rich Chernomaz, der aktuelle Trainer des Tabellenzweiten Frankfurt Lions, gegen den die DEG am vergangenen Wochenende mit 2:3 verlor. Anschließend unterhielt sich Nethery lange mit seinem alten Weggefährten aus Kölner und Frankfurter Zeiten, wollte ein Angebot an Chernomaz aber nicht bestätigen: „Er ist ein interessanter Kandidat“, meinte der Manager nur.
Da der Frankfurter Coach seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag aber nicht verlängert und überdies wohl dem amtierenden Meister Mannheim eine Absage erteilt hat, da er schon bei einem anderen Verein im Wort stehe, verdichten sich die Anzeichen, dass Chernomaz von den Main an den Rhein wechseln könnte. Vielleicht klärt sich das ja bereits am 29. Januar, denn dann spielen die Metro Stars zum letzten Mal in dieser Saison in Frankfurt. Und wenn sie die beiden kommenden Partien nicht gewinnen, könnte Nethery da schon genug ungeliebte Planungssicherheit haben, um seinen alten Freund und „interessanten Kandidaten“ zu verpflichten.
