Und der Vater eines Sohnes hat immerhin die Fußballtrainer B-Lizenz, so dass er schon genau wusste, was er seinen Jungs für einen Tag mit auf den Weg gebracht hatte.
Die Trennung wurde dann vorbildlich auf der nicht ganz ernst zu nehmenden Pressekonferenz nach der Partie vollzogen. Zunächst betonte Mastiaux nach der Analyse der 90 Minuten mit Blick auf Gaststürmer Elton: "Er hatte mir zwei Treffer versprochen, leider wurde daraus nichts. Aber er hatte einige gute Szenen." Der Konter vom TV-Komiker: "Dafür wurde ich auch eindeutig zu spät eingewechselt."
Eine Kritik, die Uerdingens erster Vorsitzender Stiller wenige Minuten später aufgriff, als er zum Trainerfall erklärte: "Vielen Dank für den Einsatz, Edmund hat ein professionelles Bild abgegeben. Aber natürlich wird man beim Fußball nicht dafür bezahlt, sich gut zu präsentieren. Man muss gewinnen, das war trotz der Verstärkung mit Elton nicht der Fall. Wir hatten direkt nach dem Match mit den Vorstandskollegen ein Gespräch, dort wurde die Situation beleuchtet. Es war uns klar, die Partie muss Konsequenzen haben. Es gibt verschiedene Auffassungen vom Fußball, auch wir hätten Elton gerne früher gesehen. Und zwar auf der rechten Seite und nicht links."
Gebündelte Kritik, die zur Folge hatte, dass Stiller die sofortige Entlassung bekannt gab, es folgte aber noch ein Zusatz: "Ich habe aber eine gute Idee, wir haben ja am Dienstag noch ein Spiel gegen den MSV. Für eine weitere Auktion ist keine Zeit, daher wollten wir Edmund den Posten des Co-Trainers anbieten. Dann wieder an der Seite von Ristic. Über die Höhe des Gebots werden wir intern reden." Es scheint zumindest klar, dass Mastiaux die Offerte annimmt. Sein Kommentar: "Ich übernehme die volle Verantwortung für die Pleite gegen RWO. Und wenn Alex gegen Duisburg mein Chef ist, nehme ich das Angebot gerne an."
Dann vor noch viel volleren Rängen, denn bisher wurden schon über 8000 Tickets an den Mann gebracht. Und ein weiterer Hochkaräter kommt im März nach Krefeld. Und zwar Eintracht Frankfurt mit dem ehemaligen Uerdinger Friedhelm Funkel, dem ebenfalls sehr daran gelegen ist, dass die Lichter beim KFC nicht ausgehen.
