Dabei fehlen 2008 sogar personell starke Nationen wie Frankreich oder Hongkong und Indien kommt diesmal nur mit einer sehr kleinen Delegation (vier Spieler 2008, zwölf Spieler 2007).
„Das Teilnehmerfeld ist extrem gut besetzt. Wir waren ein bisschen überrascht, dass fast alle Asiaten gemeldet haben, denn sie tragen unmittelbar vor den Yonex German Open die Qualifikation für das Thomas-/Uber-Cup-Finale im Mai aus“, sagt Martin Kranitz, Sportdirektor im Deutschen Badminton-Verband e. V. (DBV). Diejenigen, die bei dem Qualifikations-Turnier ins Finale kommen, spielen somit bis Sonntag in Vietnam und reisen dann direkt nach Deutschland um in Mülheim aufzuschlagen. Das ist eher unüblich. „Die Anzahl der Meldungen ist definitiv auf das internationale Interesse an den Yonex German Open zurückzuführen, denn die Meldungen der deutschen Spieler sind mit 50 sogar um fünf Eingänge geringer als im Vorjahr“, meint Turnierdirektor und Co-Bundestrainer Boris Reichel.
Wie in den Vorjahren wird unter anderem der Weltranglistenerste und amtierende Weltmeister Lin Dan in Mülheim aufschlagen. Der Chinese spielte sich im Vorjahr souverän bis ins Finale des Herreneinzel, welches er dann kampflos gewann. Chen Yu, sein Landsmann und Gegner im Endspiel, hatte sich am Fuß verletzt und konnte nicht antreten. In diesem Jahr startet der WM-Dritte und aktuelle Weltranglistenneunte einen neuen Versuch. Denn er hat ebenso für die Yonex German Open gemeldet wie sein Teamkollege Chen Jin, der Sieger im Herreneinzel von 2006 und aktuelle Weltranglistenvierte. Besonders erfreulich aus europäischer Sicht ist die Meldung von Europameister Peter Gade. Der Däne, derzeit Nummer 5 der Welt, ist schließlich der Star im Herreneinzel auf dem Kontinent und tritt 2008 erstmals in Mülheim an.
Im Dameneinzel fehlt in diesem Jahr diejenige, die verhinderte, dass es 2007 nach 32 Jahren wieder einen deutschen Sieg beim „Heimturnier“ gab: Xie Xingfang, Weltmeisterin von 2005 und 2006, setzte sich im Vorjahr in einem hochklassigen und immens spannenden Endspiel gegen die Deutsche Meisterin Huaiwen Xu (Bischmisheim) durch, hat die Yonex German Open für 2008 aber nicht eingeplant. Dafür gehen aus China beispielsweise Jugend-Weltmeisterin Wang Lin und die Jugend-Weltmeisterin von 2006, Wang Yihan, welche zuletzt die Russian Open und die Bitburger SaarLorLux Badminton Open gewann, an den Start.
Auch aus Taiwan, Korea und Japan sind Spitzenspielerinnen bei den Yonex German Open dabei. Die besten deutschen Damen, Huaiwen Xu und Juliane Schenk (Berlin), werden sicherlich – wie auch alle anderen DBV-Akteure – vor heimischem Publikum wieder ganz besonders zur Hochform auflaufen und hoffentlich weit vorne mit dabei sein.
Im Herrendoppel sind neben den WM-Zweiten Jae Sung Jung/Yong Dae Lee aus Südkorea und den WM-Dritten Shuichi Sakamoto/Shintaro Ikeda aus Japan zahlreiche weitere Duos favorisiert. Zu nennen sind unter anderem die Dänen, Indonesier, Japaner, Koreaner, Polen - und natürlich auch Ingo Kindervater und Kristof Hopp (Beuel/Bischmisheim), sofern sie an ihre zuletzt sehr guten Leistungen anschließen können.
Sowohl im Damendoppel als auch im Mixed sind in Mülheim ebenfalls mehrere Duos zugegen, denen große Chancen auf den Sieg eingeräumt werden, darunter in erster Linie asiatische Asse. Aber auch englischen und dänischen Duos sowie aus deutscher Sicht Ingo Kindervater/Kathrin Piotrowski (Beuel/Wesel) und Kristof Hopp/Birgit Overzier (Bischmisheim/Beuel) werden Platzierungen weit vorne zugetraut.
Eintrittskarten sind noch bis zum 31 Janua zu Sonderkonditionen über die Veranstaltungswebseite www.german-open-badminton.de oder im ServiceCenterSport unter 0208 - 30 850 30 erhältlich.
