Die dafür erforderliche innere Ruhe verwunderte Thomas Doll nicht. Mit einem Lächeln auf den Lippen merkte der Coach an: „Wenn man drei Kinder hat, ist das nicht anders zu erwarten.“ Insbesondere Martin Amedick fiel nach der Glanzparade in der 86. Minute ein Stein vom Herzen, schließlich war der Innenverteidiger mitverantwortlich für den kurz zuvor ertönten Elfmeterpfiff: „In solchen Momenten hofft man natürlich immer, dass Marc ihn hält.“ Er erfüllte den Wunsch und einen eigenen: „Ich kann mich nicht erinnern, dass in meiner Karriere innerhalb von 240 Sekunden gleich zwei Strafstöße gegen meine Mannschaft gepfiffen worden sind. Das sind die Ereignisse, aus denen Pokalstorys geschrieben werden.“
Für den Schlussmann keine ungewohnten, denn im Gegensatz zu den meisten seiner Mannschaftskollegen weiß er genau, wie es sich anfühlt, den Cup in Händen zu halten: „Der Pokal liegt mir, schließlich habe ich ihn schon mit dem VfB Stuttgart sowie Austria Wien geholt.“ Für die Auslosung am Samstag hat er nur einen Wunsch: „Hauptsache ein Heimspiel. Gegen wen ist mir egal. Begegnungen im Siganl Iduna Park sind einfach geil“
Doch in zwei Tagen wartet wieder der Bundesliga-Alltag auf ihn und seine Teamgefährten und der könnte grau werden, wenn sich die traditionelle schwarz-gelbe Achterbahn fortsetzt: „Ich kann ihm versprechen, dass wir massiv dagegen angehen werden.“
Hört sich nicht schlecht an, zumal sich Marc Ziegler als Erfolgsgarant und Serientäter erwiesen hat. Alle sechs Pflichtspiele, in denen er zwischen den BVB-Pfosten stand, wurden gewonnen. Im DFB-Pokal kassierte er dreimal einen Gegentreffer, in der Meisterschaft stand bisher genauso oft die Null.


