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Frankreich: TV-Einnahmen für Profiklubs sinken drastisch
Sturz des Liga-Präsidenten nicht mehr ausgeschlossen

Harte Zeiten stehen Frankreichs Profifußball bevor: Obwohl die Liga die Angebote zur Vermarktung der beiden Profi-Ligen auf zwölf Bereiche aufgesplittet und die Spieltage weiter zerstückelt hat, ist das Angebot für die kommende Saison von 660 Millionen Euro auf 500 Millionen zusammengesackt. Das liegt vor allem daran, dass der Pay-Sender Canal plus, der vor drei Jahren noch einen inzwischen geschluckten Konkurrenten hatte, sein Angebot von 600 Millionen Euro nach Informationen der Sport-Tageszeitung L"Equipe auf 200 Millionen eingedampft hat.

Spitzenreiter ist jetzt der Telefon- und Internet-Anbieter Orange, der rund 300 Millionen bezahlen will.

In Frankreich wird wegen des TV-Rechte-Pokers der Sturz des Liga-Präsidenten Frederic Thierez nicht mehr ausgeschlossen. Die Liga, der vehement 660 Millionen Euro gefordert hatte, hatte Mittwoch wegen Verfehlens der Mindestgrenze alle Angebote zurückgewiesen.

Die kleineren Vereine befürchten, dass es nun keine Zentralvermarktung mehr geben wird, sondern Canal plus individuell mit den Top-Vereinen abschließen und die kleineren Klubs auf der Strecke bleiben werden.

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