Ivica Grlic, das Spiel begann zunächst eigentlich optimal, der MSV ging in Führung. Warum kippte die Partie?
Wie so oft sind wir gut gestartet und in der ersten halben Stunde nicht schlecht aufgetreten. Dann kam der Schuss zum Ausgleich, dadurch sind wir auf die Verliererstraße geraten. Kurz nach der Halbzeit haben wir das 2:1 kassiert, das durfte nicht passieren. Am Ende haben wir zwar noch Mal alles versucht, aber da fehlte auch das Quäntchen Glück. Man kann von uns auch nicht erwarten, dass jeder einzelne Schuss drin ist.
Ärgern Sie sich über die Entstehung der Gegentore?
Natürlich, beide Treffer waren absolut vermeidbar. Das 2:1 resultierte aus einem schnell ausgeführten Freistoß, danach spielte Wolfsburg Doppelpass, daraus entstand die Szene, die das Tor brachte. Das ist mir ehrlich gesagt alles zu einfach.
Wie meinen Sie das?
Wir müssen alle noch eine Schippe drauflegen, noch mehr investieren, um erfolgreich zu sein. Kämpferisch kann uns niemand etwas vorwerfen, doch in Sachen Cleverness müssen wir besser werden.
Am nächsten Samstag kommt der amtierende Meister Stuttgart...
Du bist jetzt zum Siegen verdammt, gar keine Frage. Die Anzahl der Spiele wird immer weniger. Wir stehen im Abstiegskampf ohnehin schon unter Druck, der wird mit jedem Misserfolg größer.
Ein Punkt aus zwei Spielen wirkt etwas mager, oder?
Wenn man es zusammenrechnet, hätten wir vier Zähler haben können. Ein Sieg über Dortmund war zum Greifen nah, auch ein Unentschieden in Wolfsburg wäre durchaus machbar gewesen. In beiden Partien sind wir keineswegs grottenschlecht aufgetreten. Der eine Punkt, der auf unserem Konto steht, ist in der Tat zu wenig.
Wie sehen Sie die Situation nach einem Blick auf die Tabelle?
Ich halte es nach wie vor für machbar, die nötigen Punkte zu holen, um über den Strich zu gelangen.

