Der Vorwurf des Mordes an Raciti wird separat verhandelt. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich drei Jahre und sechs Monate Haft gefordert. Der Rechtsanwalt bestritt, dass sein Mandant Racitis Mörder sei. Der Ultra habe sich lediglich an den Krawallen in Catania beteiligt.
Der Vater des Verurteilten hatte in den vergangenen Monaten mehrmals gegen die Untersuchungshaft für seinen Sohn protestiert. "Man will meinen Sohn zum Sündenbock machen", sagte der Vater. Die Ermittler behaupten dagegen, den Sohn als jenes Mitglied der "Ultras" identifiziert zu haben, das Raciti mit einem Waschbecken getroffen hatte. Dieses war aus den Toilettenanlagen der Nord-Kurve des Angelo-Massimino-Stadions von Catania herausgerissen worden.
Wegen der Ausschreitungen in Catania waren im Februar 2007 insgesamt 41 Personen festgenommen worden, darunter 15 Minderjährige. Nach Racitis Ermordung hatte das italienische Parlament ein strenges Anti-Gewalt-Gesetz verabschiedet.
