Der Sportliche Leiter, der gerade angefangen hat, die Vertragsgespräche mit seinem aktuellen Kader aufzunehmen, ist trotz der widrigen Umstände allerdings von seiner Mannschaft überzeugt. "Wir müssen nicht jammern, denn den anderen Vereinen geht es ja auch nicht anders. Und wenn es jeden trifft, ist es wieder ausgeglichen." Zu den Planungen für die neue Saison will der Ex-Profi aber noch nicht viel sagen, sondern erst einmal die Verhandlungen abwarten. "Wir wollen einige Spieler behalten, die auch für beide Klassen interessant sind. Schließlich verfügen wir über eine gute Grundsubstanz und sind davon überzeugt, die Leistungsträger auch halten zu können."
Da stört es ihn auch nicht, dass seine Truppe bei der jüngsten Testniederlage gegen den SV Schermbeck (1:2) nicht zu Gefallen wusste. "Wenn wir alle Begegnungen gewinnen würden, wäre es ein größeres Problem. So wissen die Jungs, dass sie sich durch die Rückrunde quälen müssen und es kein Selbstläufer wird. Außerdem sehe ich die Fehler lieber jetzt, als später. Deshalb darf man diese Zeit nicht überbewerten."
Für gut befunden hat Klauß hingegen ein Trio, welches die zahlreichen Verletzungen für sich genutzt hat. Denn Kevin Corvers, Dejan Vukadinovic und Christof Ulrich haben mit guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. "Das war bislang sehr ordentlich, sie haben sich wieder in den Vordergrund gespielt", nickt Klauß, der unterdessen noch einen Neuzugang präsentieren kann. Ab sofort wird Diplom-Ingenieur Thomas Sarnowski zum Betreuerstab des VfB gehören. "Er geht bei unseren beiden alten Speldorfer Haudegen Willi Rühl und Friedhelm Haßelbeck in die Lehre", lacht Klauß. "Thomas ist einer mit Herzblut und solche Jungs brauchen wir."

