"Das sind überwältigende Zahlen. Es ist offensichtlich, dass die deutschen Fans die Begeisterung der WM 2006 bei der EURO 2008 weiter ausleben möchten. Deshalb ist es bedauerlich, dass wir vergleichsweise nur so wenige Anhänger der DFB-Auswahl mit Tickets versorgen können. Das Grundproblem ist die geringe Kapazität der Stadien in Österreich und der Schweiz", erklärte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach.
Insgesamt 21.765 Tickets waren dem DFB zunächst für die drei Gruppenspiele der Nationalmannschaft zugeteilt worden. Davon werden 14.400 Karten für den freien Verkauf zur Verfügung gestellt. Für diese drei Vorrundenspiele haben genau 502.024 Fans insgesamt 1.503.061 Karten bestellt.
Für die EM-Spiele gegen Polen (8. Juni) und Kroatien (12. Juni) im Wörthersee-Stadion in Klagenfurt (Kapazität: 30.000 Plätze) erhält der DFB von der Europäischen Fußball-Union (UEFA) jeweils 5722 Tickets. Für das dritte Vorrundenspiel gegen Gastgeber Österreich (16. Juni) im Wiener Ernst-Happel-Stadion (50.000) stehen 10.321 Karten zur Verfügung.
Jeder Interessent konnte bis Dienstagnacht im Online-Verfahren, das sich schon beim Ticketing der WM 2006 bewährt hatte, maximal vier Karten bestellen. Der zeitliche Eingang der Bestellung spielt für die Auslosung, die Anfang März unter notarieller Aufsicht vorgenommen wird, keine Rolle. Auch die dem DFB zugewiesenen Tickets für mögliche Partien in der K.o.-Runde werden bei der Auslosung verteilt. Im Falle eines vorzeitigen Scheiterns des Nationalteams erstattet der DFB das Geld zurück.
Sollte die Nationalmannschaft ihr Viertelfinale als Sieger der Gruppe B am 20. Juni in Wien absolvieren, würde der DFB dafür 7020 Tickets erhalten, als Gruppenzweiter für das Viertelfinale am 19. Juni in Basel wären es 5980 Karten. Beim Einzug ins Halbfinale am 25. Juni in Basel stünden erneut 5980 Tickets zur Verfügung, beim Finale am 29. Juni in Wien dann 9800 Karten. Auch in der K.o.-Runde gehen wie in der Vorrunde 70 Prozent der Eintrittskarten aus dem DFB-Kontingent in den freien Verkauf.
Die Preise bewegten sich zwischen 45 und 550 Euro. Für jedes Ticket wird eine Verkaufsgebühr von fünf Prozent fällig. Hinzu kommt für jede Bestellung eine Gebühr von 20 Euro für die Bearbeitung und den Versand. Der Gesamtpreis wird sofort nach der Zuteilung in Rechnung gestellt.
Auf Grund der großen Nachfrage setzt der DFB laut Niersbach darauf, "dass die EM-Städte wie Klagenfurt vor Ort auch durch das bei der WM bewährte Public Viewing ein ausreichendes Ausgleichsangebot schaffen. Denn wir wissen, dass Zehntausende deutscher Fans auch ohne Karte zur EURO reisen wollen."
872.650 Bestellungen über insgesamt 2.630.027 EM-Eintrittskarten
Niersbach: "Das sind überwältigende Zahlen"
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