Kann es Ihrer Meinung nach losgehen oder hätten Sie gerne eine weitere Woche Zeit zum Einspielen?
Nein, wir wollen und können am Samstag gegen Union Berlin starten. Meine Mannschaft ist selbstbewusst und gut präpariert. Bei uns passt alles, die einzelnen Team-Teile sind entsprechend abgestimmt. Wir werden auf den Punkt fit sein.
Wie schätzen Sie die Unioner ein?
Ich habe mir Union am Freitag Abend beim 4:1 im Test gegen Bayern München II angesehen. Das ist schon eine starke Mannschaft, die mit Dustin Heun aus Lübeck, dem Ex-Augsburger Marco Löring und Shergo Biran aus Babelsberg entsprechend verstärkt wurde. Union spekuliert noch auf die Zweite Liga und wird alles versuchen, das Ziel zu erreichen. Ich glaube nicht, dass sie bei uns auf einen Punkt spielen. Das käme uns sicherlich entgegen.
Drei Fragen an
Wuppertals Victor Hugo Lorenzón, wie lief das Trainingslager in Herzlake?
Wir haben viel im taktischen Bereich gearbeitet, es war richtig positiv. Je mehr Zeit man in einem Verein verbringt, umso besser wird es. Ich kenne die Jungs jetzt schon etwas, das ist ganz anders als nach dem ersten Tag oder der ersten Woche. Und ich muss sagen, sie sind überraschend gut. Es steckt richtig viel Qualität in der Truppe, das merkt man in jeder Einheit.
Zum Rückrunden-Auftakt geht es zu Ihrem Ex-Club Düsseldorf.
Etwas besonderes für Sie?
Natürlich, in die Partien gegen Düsseldorf und Essen gehe ich immer mit einem speziellen Gefühl. Aber ich trage jetzt das WSV-Trikot, daher zählen nur die drei Punkte für mich.
Und Sie tragen in der Startelf zum Erfolg bei?
Das weiß ich noch nicht, ich kann nicht in den Kopf des Trainers schauen. Ich werde jedenfalls bis zum Anpfiff richtig Gas geben, um vielleicht dabei zu sein.
Drei Fragen an
RWO-Kapitän Benjamin Reichert, warum sind Sie noch nicht fit nach Ihrer Knie-OP?
Die Spanne beträgt bei der Blessur vier bis sechs Wochen, ich bin in der fünften. Freitag will ich den Abschluss machen und Montag wieder mit der Truppe trainieren. Bereits vor einigen Tagen wollte ich das, aber da gab es noch kleine Probleme und ich wollte nichts riskieren.
Wie lange brauchen Sie, um wieder ganz fit zu werden?
Konditionell bin ich schon sehr weit, Ausdauerläufe und Sprints gehen auch. Ich denke, in zwei oder drei Wochen bin ich voll da. Ich habe schon oft die Vorbereitung verpasst und bin trotzdem schnell wieder im Rhythmus gewesen.
Wie sehen Sie den Auftakt in der Liga mit drei Partien gegen Zweitvertretungen?
In der Hinserie haben wir aus den Partien nur zwei Zähler geholt, das kann ja nur besser werden. Werder ist am Samstag schon ein starker Gegner, man hat im Pokal gegen Stuttgart gesehen, was die können. Aber wir haben auch eine gute Truppe, die Jungs werden das schon machen.
Drei Fragen an
Fortunas Ahmed Cebe, Sie scheinen richtig gut in Form zu sein.
Es kann ja auch nicht immer so bescheiden laufen wie in der Hinrunde. Wichtig ist, dass man dann daraus seine Lehren zieht. Ich muss beispielsweise zusehen, dass ich in nächster Zeit Karten vermeide. Die Platzverweise waren überflüssig.
Sie sind dadurch am Samstag gegen den WSV nicht dabei. Wie bitter ist das?
Ich ärgere mich schon ein wenig, zumal ich die ganze Vorbereitung gut absolviert habe. Aber ich hoffe, ich bin dadurch eine Alternative für das nächste Match in Bremen.
Warum gewinnt Fortuna das Derby?
Weil wir dieses Match noch ernster nehmen als die Tests gegen die Bundesliga-Clubs. Wir wissen genau, wie wichtig der Start für uns ist. Außerdem ist im Gegensatz zu Wuppertal bei uns Ruhe im Team.
Drei Fragen an
Niklas Andersen, wie weit ist RWE vor dem Match in Ahlen?
Wir sind gerüstet. Für das letzte Spiel gegen Homberg gilt, hauptsache wir haben das Finale erreicht.
Und jetzt?
Wir bereiten uns ganz normal vor, damit wir perfekt präpariert auflaufen.
Ahlen ist als Elfter direkter Nachbar.
Wir wissen das alles, abrutschen dürfen wir nicht. Wenn wir verlieren, sind wir auf einem Abstiegsplatz, das ist uns klar. Wir müssen alles geben, um dort drei Punkte zu holen.
