"Ich bin stinksauer auf mich selbst, vor allem wegen der schwachen 7,19m im Weitsprung", übte Andre Niklaus Selbstkritik und sein Berater Andreas Rink meinte: "Hinzu kam Pech, weil seine Stäbe nicht ankamen und er mit denen von Weltrekordler Roman Sebrle seine Probleme hatte. Nun gilt es, sich voll auf die Freiluft-Saison mit dem großen Ziel Olympia in Peking zu konzentrieren. Angesichts der unglaublichen Leistungsdichte wird es dort sehr schwer."
Mit starken 6229 Punkten siegte die letztjährige Saisonentdeckung Andrej Krautschanka (Weißrussland) vor dem punktgleichen Dmitri Karpow (Kasachstan), dann folgte mit 5978 Zählern der junge Arkadi Wassiljew (Russland). Ein WM-Ticket hatte sich am Vortag der Olympiazweite Bryan Clay (USA) mit 6192 Punkten beim Meeting in Ames/US-Bundesstaat Iowa gesichert.
Rink sieht bei Andre Niklaus, der noch einen Platz vor Tschechiens Zehnkampf-Weltrekordler und Weltmeister Roman Sebrle lag (5892), zwar Steigerungen in einzelnen Disziplinen wie diesmal bei den 8,04 Sekunden über 60m Hürden, "aber nicht diese Leistungsexplosion wie bei einigen Konkurrenten."
Andre Niklaus scheiterte in Tallinn vor allem wegen seines schlechten ersten Tages. Neben dem Weitsprung waren auch 13,39m im Kugelstoßen schwach. 7,19 Sekunden lief er über 60 und sprang 2,04m hoch. Am zweiten Tag schaffte Niklaus nach seiner persönlichen Bestleistung im Hürdensprint nur 5,05m mit dem Stab und verfehlte seine Hausmarke über 1000m in 2:41,27 um gut eine Sekunde. 13. mit 5528 Zählern wurde Lars Albert aus Elm.
Niklaus verpasst Hallen-WM-Qualifikation
"Stinksauer auf mich selbst"
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