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BVB: 2:0 - Die Lausitz bleibt ein beliebtes Reiseziel
Kein Löschzug nötig

Die Lausitz bleibt weiterhin ein erfolgreiches schwarz-gelbes Pflaster. Auch beim fünften Auftritt in Cottbus fuhr der BVB beim 2:0 (1:0)-Sieg drei Punkte ein und sorgte für sichtbare Erleichterung bei Thomas Doll: „Wir haben endlich das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Noch erfreulicher ist allerdings die Tatsache, dass endlich wieder die Null stehen blieb.“ Die Basis hatte der Coach mit seiner risikoreichen Viererketten-Formation selbst gelegt, auch wenn ihm aufgrund der vielen Ausfälle eigentlich keine andere Wahl geblieben war: „Ich habe bis kurz vor dem Anpfiff überlegt, mit einer Dreierkette aufzulaufen.“ Der Erfolg: „Delron hat uns sicherlich auf links alle überzeugt, insbesondere sein Zweikampfverhalten.

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Hummels auf der anderen Seite brauchte eine 45-minütige Anlaufzeit. Nach dem Wechsel haben wir den wahren Mats gesehen.“

Den Grundstein für den dritten Auswärtssieg der Saison legte jedoch Mladen Petric bereits in der achten Minute mit seinem phänomenalen Schuss in den Winkel. Energie-Coach Bojan Prasnikar: „Da haben wir den entscheidenden Schlag bekommen. Anschließend hatten wir große Probleme nach vorne.“ Auch weil Thomas Doll das ganze Team lobend ins Boot holte: „Taktisch haben wir uns sehr gut verhalten. Wir wussten genau, Cottbus steht hinten tief. Wir wollten nicht in einen Konter laufen und haben entsprechend geduldig agiert.“ Allerdings bereiteten die erschreckend schwachen Gastgeber auch nicht die geringsten Probleme.

Irgendwie schien sich Energie seinem Schicksal zu ergeben. Nochmals Coach Prasnikar: „Heute ging gar nichts, wir waren schlichtweg schwach.“ So blieb es dann bei einem Außenpfostenschuss von Jelic und einer Kopfballchance für Timo Rost. Ansonsten war der Borussen-Strafraum eine unbesetzte Zone. Nach dem Schlusspunkt, den wiederum Mladen Petric setzte, war Thomas Doll rundum zufrieden, vielleicht etwas zu euphorisch: „Ich glaube, bis auf das Derby ist das Jahr ganz gut angelaufen, wir stehen vor einem guten 2008.“ Eine Aussage, die in Cottbus nicht überprüft werden konnte, dafür muss schon ein Kontrahent von anderem Kaliber herhalten.

Doch der Dortmunder Fußballlehrer schöpft seine Zuversicht auch noch aus anderen Quellen: „Wir haben jetzt noch acht Heim und lediglich sechs Auswärtsspiele. Das kann ein weiterer Pluspunkt für uns werden.“ Hinzu kommt: „Ich gehe davon aus, dass der eine oder andere Verletzte schnell wieder zu uns stoßen kann.“ Und zum ersten Mal in dieser Saison nannte der Coach eine Zielsetzung: „Wir sind noch vier Punkte von Platz sieben entfernt, das sollte noch machbar sein.“

Mag sein, aber genau dieser Rang berechtigt nicht einmal für den Gang durch die Hintertür in den UEFA-Pokal. Der Schwerpunkt liegt wohl eindeutig auf dem Pokal-Wettbewerb. Doch auch da kann man nur dann in die nächste Runde einziehen, wenn Thomas Doll nach dem Spiel gegen Hoffenheim den gleichen Seufzer der Erleichterung wie am gestrigen Nachmittag ausstoßen kann: „Heute hat keiner einen Bock geschossen. Und wir benötigten hinten auch keinen Löschzug, um selbst gelegte Feuer einzudämmen.“

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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