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VfL: Ex-Hamburger Marcel Maltritz hält es wie Xavier Naidoo
Dieser Weg wird kein leichter sein

Er ist der etwas andere Bundesliga-Profi, der im Einheitsbrei des Geschäfts nicht untergeht. Marcel Maltritz hat etwas zu sagen und im Gegensatz zu Lothar Matthäus immer etwas vernünftiges. Als er in den letzten Tagen der Erste in der Kabine war und mit einem kurzen Gruß achtlos verschwand, ahnten die Journalisten, dass da was im Busch ist. Zwangsläufig stellte sich die Frage, was denn die Stimmung des 29-Jährigen so negativ beeinflusst hat. Ohne Ausrede kommt der Magdeburger auf den Punkt: „Ich bin sauer, die letzten Einheiten waren nicht so wie sie sein sollten und das bringt mich in Rage.“ Dann fügte er hinzu: „Wenn du in der Woche schlecht trainierst, ist es schwer, am Wochenende den Schalter umzulegen.“

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Der Abwehrspieler nimmt seinen Job ernst, vielleicht ein wenig ernster als seine Berufskollegen, wohl wissend, dass Nachlässigkeiten bei einer Mannschaft wie dem VfL meist mit Punktverlusten verbunden sind. Maltritz: „Wir müssen uns jeden Zähler erarbeiten, und wenn wir da schwächeln, dass passiert so etwas wie gegen Cottbus.“

Heute nun ist Maltritz mit seinem Team beim HSV zu Gast. Ein Verein, an den er nur gute Erinnerungen hat: „Ich habe dort drei Jahre gespielt, das war eine tolle Zeit, mit der UEFA-CUP-Quali, das hat einfach Spaß gemacht.“ An die negativen Dinge, sprich Verletzungen, mag er sich nicht erinnern, vielmehr an das Schöne: „Hamburg ist eine schöne Stadt. Meine Tochter Antonia-Sophie ist dort geboren und mit der Mentalität der Hamburger kam ich auch klar.“

Seit vier Jahren allerdings fühlt er sich im Pott heimisch: „Ich kenne hier jeden Meter, Familie Maltritz fühlt sich wohl.“ Trotzdem freut er sich auf ein Wiedersehen mit Sebastian Reinhardt, Collin Benjamin und David Jarolim: „Viele sind nicht mehr übrig geblieben, mit denen ich noch aufgelaufen bin.“ An die Auftritte mit dem VfL in Hamburg erinnert er sich gerne: „Im Abstiegsjahr haben wir 1:0 gewonnen, in der letzten Saison 3:0, es wäre schön, wenn aller guten Dinge drei wären.“

Doch bei diesen Worten scheint er ein wenig zurückzuschrecken, denn was da in Hamburg auf seine Mannschaft zukommt, das ist schon Schwerstarbeit und könnte ihn an seinen Lieblingssänger Xavier Naidoo erinnern: „Dieser Weg wird kein leichter sein.“ Dann fügt er mit einem Schmunzeln hinzu: „Irgendwie passt dieser Song schon zum VfL, denn wann war es für uns schon einmal richtig einfach.“

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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