Vor 49.000 Zuschauern in Hannovers ausverkaufter WM-Arena erwischten die Gastgeber den etwas besseren Start. Die Platzherren, bei denen der ehemalige Münchner Valerien Ismael bis zu seiner Auswechslung zur Pause ein ansprechendes Debüt in der Innenverteidigung gab, waren zunächst bissiger in den Zweikämpfen und engagierter im Spiel nach vorn. Allerdings mangelte es Hannover an direktem Zug zum gegnerischen Tor, so dass hochkarätige Chancen Mangelware blieben.
Auch Jan Rosenthal und Gaetan Krebs, die im 96-Mittelfeld den Vorzug vor Arnold Bruggink und Jiri Stajner erhielten, konnten daran nur selten etwas ändern. So resultierte Hannovers beste Möglichkeit aus einem Missverständnis in der Münchner Hintermannschaft. Nachdem Nationalspieler Philipp Lahm den Ball über seinen herauseilenden Schlussmann Oliver Kahn geköpft hatte, war der Winkel für Hannovers Torjäger Mike Hanke jedoch zu spitz, um das Tor zu treffen (11.).
Die Bayern kamen nach 20 Minuten besser in die Partie, ohne dabei aber große spielerische Glanzpunkte zu setzen. In Abwesenheit ihres weiterhin verletzten Superstars Franck Ribery fehlte es in der Offensive oft an Tempo und kreativen Ideen. Für ein klares Chancenplus reichte es dennoch. Toni (24.), Hamit Altintop (27.) und zweimal Mark van Bommel (30./40.) gelang es trotz zum Teil guter Möglichkeiten allerdings zunächst nicht, die Führung zu erzielen.
Zehn Minuten nach der Pause musste Hannover dann ohne seinen Trainer Dieter Hecking an der Seitenlinie auskommen. Der 43-Jährige hatte sich zu lautstark über Entscheidungen von Schiedsrichter Markus Merk (Otterbach) beschwert und wurde von dem Referee auf die Tribüne verwiesen. Nur drei Minuten später kam es für die Platzherren noch schlimmer. Nachdem die 96-Abseitsfalle ihre Wirkung verfehlt hatte, traf Toni zur insgesamt verdienten Führung der Gäste. Der italienische Weltmeister traf kurz darauf auch zum 2: 0 und kurz vor Schluss zum dritten Mal. Damit übernahm er mit nun 13 Saisontoren die alleinige Führung in der Torjägerliste.


















