"Das ist das beste Turnier meines Lebens", sagte Nishikori voller Überschwang: "Ich bin so glücklich. Ich habe acht Matches in neun Tagen gespielt, aber ich bin überhaupt nicht müde." In den höchsten Tönen lobte ihn sein prominenter Landsmann und Vorgänger. "Ein neuer Star ist geboren. Sein Talent geht über meines hinaus", erklärte der inzwischen 40-jährige Matsuoka.
Nachwuchstalent Nishikori ließ sich wie bereits im Halbfinale gegen den an Nummer drei gesetzten Sam Querrey (USA) nicht von einem Satzrückstand gegen Blake beeindrucken und begeisterte mit seinen spektakulären Passierschlägen sogar das US-Publikum. "Ich war im ersten Satz so nervös", sagte Nishikori, der sich mit dem Erfolg selber überraschte: "In der Nacht zuvor habe ich mir vorzustellen versucht, wie ich das Finale gewinne. Aber es ging nicht."
Enttäuscht, aber als fairer Verlierer präsentierte sich Blake. "Er hat wirklich gut gespielt und keine Nerven gezeigt. Ich hatte mir gedacht, dass er unbekümmert spielt", sagte der 28-Jährige nach der Niederlage.
Durch den Triumph machte der in der berühmten Akademie von Nick Bollettieri in Florida trainierende Nishikori, der unter anderem von Brad Gilberts Sohn Zack betreut wird, in der Weltrangliste einen Sprung von Rang 244 auf 131 - immer noch weit hinter Blake, der sich von Platz zwölf auf neun verbesserte.
Gelegenheit zu weiteren Großtaten bekommt Kei Nishikori in dieser Woche in San Jose, wo er zur Belohnung mit einer Wildcard im Hauptfeld starten darf.
