Der Polizei lagen bereits Hinweise vor, dass sich Fans des KFC mit Fans von M’Gladbach II verabredet hätten. Als dann ein weiterer Hinweis den konkreten Aufenthalt der Gästefans lieferte, schlugen die Einsatzkräfte zu. 71 Hooligans wurden noch vor Erreichen des Grotenburg-Stadions eingekesselt. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass die meisten der Eingekesselten der Polizei bereits als Gewalttäter bei Sportveranstaltungen bekannt waren.
"Wir sind davon überzeugt, dass der Hinweis, den wir bekommen haben, Schlimmeres verhindert hat", bestätigt Krefelds Polizeisprecher Wolfgang Lindner. "Ohne den Hinweis wären die Anhänger näher zum Stadion gekommen. Das wäre problematisch geworden. Da kommt ja eigentlich kein Mensch drauf, anderthalb Kilometer vom Stadion entfernt zu parken."
Nach Eintreffen der Verstärkung wurden die 71 Anhänger wieder nach Hause geschickt. Eine Polizeieskorte begleitete sie bis nach Mönchengladbach.
Trotzdem schafften es einige Gladbacher „Fans“ bis zum Stadion, wo sie auf gewaltbereite Anhänger des KFC stießen. Die Polizei konnte die Lage aber klären und die beiden rivalisierenden Lager voneinander trennen. Ein Mann wurde nach dem Spiel bei einer Schlägerei verletzt und musste im Krankenhaus behandelt werden.
Polizeisprecher Wolfgang Lindner zieht eine positive Bilanz nach den Vorfällen. In einem Gespräch mit einem (nach eigenen Aussage) Gladbacher "Ultra", holten sich Lindner und seine Kollegen das vermeintliche Lob ab, dass man bei den Hooligans nicht damit gerechnet habe, "dass die Krefelder Bullen so gut vorbereiten sind".
Nach Informationen der Polizei, wollten sich die Gruppierungen der beiden Vereine zu einer größeren Schlägerei außerhalb des Stadions treffen.
Der Vorstandsvorsitzende des KFC Uerdingen, Olaf Stiller, hat erst nach der Partie von den Vorfällen erfahren. Er ist froh, dass die Polizei frühzeitig eingreifen konnte und den Krawallmachern somit erst gar keine Chance gab, bis zum Stadion durchzukommen. "Die Oberliga ist für Hooligans eine willkommene Spielwiese. Ich hoffe, dass das die Ausnahme bleiben wird. Sowas kann man weder im Fußball, noch in irgendeiner anderen Sportart gebrauchen" , so Stiller.
Das Spiel zwischen dem KFC und Borussia Mönchengladbach II endete übrigens 0:3.
