Dass die Leistung gegen den Neuling, der erstmals ein DEL-Spiel in Iserlohn gewann, schlecht war, ist auch bei den Roosters unumstritten. Aber angesichts des bisherigen glänzenden Saisonverlaufes waren einige Reaktionen überzogen. „Man muss die Kirche im Dorf lassen“, erinnert Kapitän Robert Hock alle Kritiker an die eigentliche Saisonvorgabe.
„Wir sind ein kleiner Verein, wollten unter die Top Zehn und sind jetzt Sechster. Offenbar verlieren einige die Nerven.“ Ebenfalls für überzogen hält Manager Karsten Mende die Kritik: „Wir haben immer noch eine hervorragende Ausgangslage.“

Bleibt trotz durchwachsenen Vorstellungen gelassen: Roosters-Stürmer Robert Hock. (RS-Foto: firo)
Noch vier Punkte fehlen den Iserlohnern, um die Pre-Play-offs in der Tasche zu haben, und auch Platz sechs ist noch längst nicht verspielt. „Wir behalten die Nerven“, demonstriert Hock, der wieder in den Kreis der Nationalmannschaft berufen worden ist, Selbstbewusstsein und ist überzeugt: „Bei drei Siegen sind wir durch.“ Bei vier Heimspielen sollte das machbar sein.
Ob ein weiterer Schritt schon morgen in Berlin folgt? „Die Mannschaft wird brennen“, ist Co-Trainer Uli Liebsch sicher, dass wie nach dem Debakel in Straubing erneut eine Trotzreaktion folgen wird.
Und auch Chefcoach Rick Adduono ist voll und ganz von seinem Team überzeugt: „Es wird nie und nimmer passieren, dass wir die Pre-Play-offs verpassen.“ Personell wird sich die Lage entspannen: Jimmy Roy ist wieder entsperrt, Norm Maracle und Brad Tapper, die zuletzt wegen Verletzungen pausieren mussten, stehen wohl ebenfalls wieder zur Verfügung, so dass bis auf Collin Danielsmeier, dessen Comeback zum Monatsende geplant ist, alle Mann an Bord sein dürften.
Weiterhin offen ist die Zukunft von Rick Adduono. „Es gibt noch nichts Neues”, erläutert Karsten Mende. In den letzten Wochen habe man zwangsläufig angesichts der Erkrankung von Adduonos inzwischen wieder weitgehend genesener Ehefrau Melanie nicht darüber gesprochen. Da habe es andere Notwendigkeiten gegeben. „Außerdem war ich einige Tage in Tschechien”, berichtet Mende vom einem Trip zu einem U19-Turnier. Dort hat er einige interessante Spieler unter die Lupe nehmen können, die eine Perspektive besitzen, für die kommende Saison, aber auch mittelfristig.
An Mendes Aussage „Wir wollen weiter mit Adduono zusammenarbeiten” hat sich nichts geändert. Er glaubt, dass noch im Verlauf der Hauptrunde eine Entscheidung fällt. Adduono wiederholte sein Interesse am Verbleib in Iserlohn, zumal in der Vergangenheit schon über die Zusammensetzung des Kaders für die neue Serie intensiv gesprochen wurde. Auch an der Fortsetzung der Zusammenarbeit mit Co-Trainer Uli Liebsch besteht auf beiden Seiten Interesse.

