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Italien: Referees drohen mit Ausstand
Schiedsrichter sehen sich als Opfer

Nach der Kritik der vergangenen Wochen sagen die italienischen Schiedsrichter "basta" und drohen nun sogar mit Streik. Die Referees sehen sich als Opfer einer Verleumdungskampagne von Seiten einiger Klubchefs und der Medien. Schiedsrichterkoordinator Pierluigi Collina hatte erklärt, die Unparteiischen würden einen Streik in Erwägung ziehen.

Möglicherweise werden am kommenden Sonntag aus Protest gegen die Schiedsrichter-Attacken die Serie-A-Spiele mit 15 Minuten Verspätung angepfiffen. Die Referees sorgen seit Wochen für Schlagzeilen in Italien. Kritiker werfen ihnen vor, die Top-Vereine zu bevorzugen.

Der ehemalige Star-Schiri Collina, der jetzt Chef der italienischen Schiedsrichter-Gilde ist, meint, dass seine Schützlinge nach wie vor zu den Besten der Welt gehören. Er selbst hatte erst am Wochenende eine Morddrohung erhalten.

Unbekannte schickten dem Glatzkopf in einem Brief eine Pistolenkugel. Das Schreiben wurde an die Privatadresse des 47-Jährigen in der toskanischen Ortschaft Viareggio geschickt. Collina übergab den Brief der Polizei. Bereits seit drei Monaten steht Collina unter Polizeischutz, nachdem er mehrere Drohungen erhalten hat.

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