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St. Pauli: Trojan freut sich auf die Rückkehr in den Westen
"Der Pott ist meine Heimat"

Zurück in den Westen. Am Sonntag wird ein Mann besonders heiß sein.

Denn wenn sich die Nordlichter aus St. Pauli die Ehre in Gladbach geben, ist es für Filip Trojan fast eine Heimkehr. Schließlich kickte der 25-Jährige insgesamt sieben Jahre im Revier. Für Schalke und Bochum absolvierte der Mittelfeldler insgesamt 56 Partien in der Eliteliga. "Und der Auftritt in Gladbach ist für mich etwas ganz besonderes", brennt Trojan auf den Anpfiff.

Denn zahlreiche Freunde, Weggefährten und Kameraden werden den Techniker beobachten. "Ich war leider in Köln und München verletzungsbedingt nicht dabei, deshalb freue ich mich noch mehr auf Gladbach. Da kann man sich zeigen." Und zwar gegen den Spitzenreiter. Und obwohl die "Fohlen" wiedererstarkt sind, macht sich der Deutsche Pokalsieger von 2002 keine großen Sorgen. "Von uns erwartet keiner etwas. Wir fahren ganz locker dahin und schauen was möglich ist. Wir sind jedenfalls stark genug, jeden zu schlagen. Warum nicht auch Gladbach?"

Und besonders gegen die Top-Favoriten ziehen sich die Kiez-Kicker immer ordentlich aus der Affäre, denn "wir halten fußballerisch mit. Da die Borussia auch den Ball laufen lässt, erwarte ich ein attraktives Match", mutmaßt Trojan, der nach einem halben Jahr in Hamburg seine Wurzeln noch immer in Gelsenkirchen hat. "Der Pott ist nach Prag meine Heimat", lacht Trojan, der sich bei St. Pauli dennoch wohl fühlt. "Ich habe immer gehört, dass es im Norden schwer sein soll, Leute kennenzulernen. Aber ich bin positiv überrascht. Die Mannschaft hat es mir auch sehr einfach gemacht, denn so eine Kameradschaft habe ich noch nicht erlebt."

Und das spiegelt sich auch auf dem Platz wieder. Denn während Trojan beim VfL und S04 durch zahlreiche Blessuren ständig aus der Bahn geworfen wurde und am Ende frustriert den Wechsel anstrebte, macht "es mir nach langer Zeit wieder richtig Spaß", ist Trojan, der sogar schon vier Saisontreffer auf seinem Konto verbuchen konnte, erleichtert und schmunzelt: "Meine Leidenszeit habe ich vergessen, kann jetzt wieder meine Stärken zeigen und schieße sogar Tore. Ich habe schon jetzt mehr als in den letzten drei Jahren zusammen erzielt und muss feststellen, dass es eigentlich ganz einfach ist."

Seine Kritiker meinen, dass er durch den Abgang in die zweite Liga einen Schritt zurück gemacht hat. "Doch das stimmt nicht", schüttelt Trojan den Kopf. "Es ist ein ganzer Sprung nach vorne, denn ich bin wieder da." Und zurück im Westen...

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