Haas' Lieblingsturnier, die US Open in New York, beginnen am 25. August, einen Tag nach der Schlussfeier in Peking.

Selbstkritisch: Tommy Haas. (Foto: firo)
Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen, der im Rahmen einer Pressekonferenz am Dienstag in Bremen sein Aufgebot für die Partie gegen Spanien bekanntgibt, wird in den Einzeln aller Voraussicht nach auf Philipp Kohlschreiber und Nicolas Kiefer setzen. Für das Doppel fällt Routinier Alexnader Waske wegen der Folgen seiner im Halbfinale 2007 gegen Russland in Moskau erlittenen Ellbogenverletzung aus. Denkbar wären eine Variante mit Philipp Petzschner und Christopher Kas oder das Debüt von Linkshänder Mischa Zverev.
Hinter der aktuellen Befindlichkeit von Haas steht derweil ein großes Fragezeichen. Wegen einer Entzündung der Nasennebenhöhlen hatte Deutschlands Nummer zwei zuletzt das Viertelfinale gegen Roger Federer in Indian Wells und das Auftaktmatch gegen Nicolas Kiefer in Miami abgesagt und sich seither nicht mehr zu Wort gemeldet.
Haas war im November 2007 zum dritten Mal an der rechten Schulter operiert worden, schien aber bis zu seinem Rückzug in Indian Wells wieder auf einem guten Weg zu sein. Allerdings hatte er unlängst im Gespräch mit der Tageszeitung Die Welt im Hinblick auf den Davis Cup große Selbstzweifel erkennen lassen: "Ich zähle im Moment nicht zu den Besten. Ich wäre keine Hilfe in dieser Verfassung."
In dem Gespräch mit der Welt hatte Haas auch zugegeben, nach der OP im November zu früh wieder mit dem Turniertennis begonnen zu haben. "Es sieht so aus. Aber es fällt schwer, sich dauernd nur über Training zu motivieren", sagte er: "Die Schulter und der Arm sind einfach nicht so beweglich wie früher. Ich bin weit davon entfernt, auf Augenhöhe mit den Besten zu sein."
Um wieder Anschluss an die Weltspitze zu finden, verpflichtete Haas kürzlich den Amerikaner Dean Goldfine als neuen Trainer. Der 43-Jährige arbeitete bereits mit seinen Landsleuten Todd Martin und Andy Roddick zusammen und soll den schwächelnden Haas wieder auf Kurs bringen.
"Er hat Erfahrung, er hatte Erfolg und er ist eine Respektperson für mich", erklärte Haas seine Entscheidung. Er war seit der Trennung von seinem letzten Trainer Thomas Hogstedt im September letzten Jahres alleine auf der Tour unterwegs gewesen.
Auf Seite 2: Frentzen gibt ein Kurz-Comeback
