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Westermann und Pander in neuer Doppelrolle
„Gut klar gekommen“

Ungewohnt war die Position für ihn, so trat er 63 Minuten lang
auch in Erscheinung.

Christian Pander war mit seiner neuen Rolle im Mittelfeld nicht wirklich glücklich und lieferte am Sonntag in Karlsruhe eine seiner schwächsten Vorstellungen im Schalker Trikot ab. „Da habe ich das letzte Mal vor vier Jahren mit unserer Reserve in der Regionalliga gespielt“, erinnerte sich der Linksfuß.

Obwohl er seine Stärken eindeutig in der Offensive hat und in der Deckung immer wieder Schwächen im Stellungsspiel zeigt, scheint er sich als Verteidiger deutlich wohler zu fühlen. Dort hat er das Geschehen vor sich, kann mit Tempo die Linie entlang kommen. Mit Heiko Westermann als ebenso offensiv freudigen Verteidiger kann das funktionieren, auch wenn nach dem ersten Versuch in dieser Konstellation noch viel Luft nach oben
scheint. „Das ist eine Option für die Zukunft“, meinte Trainer Mirko Slomka.

Man kann davon ausgehen, dass er auch am Dienstag so aufstellen wird. Während Pander nicht nach Luftsprüngen zumute war, denn in der Form von gestern könnte er seinen Platz in der ersten Elf durchaus verlieren, war Westermann guter Dinge. „Das war unser erstes Spiel zusammen, doch ich finde, dass wir gut miteinander klar gekommen sind“, sah der Nationalspieler keine
Probleme.

Am Dienstag gegen Barcelona wird sich an dieser Formation wohl nichts ändern, außer dass Jermaine Jones ersetzt werden muss. Für Westermann ist das bevorstehende Duell mit den Stars der Katalanen ohnehin Motivation genug, über sich selbst hinauszuwachsen. „Die Gegenspieler kennt man bisher nur
aus dem Fernsehen. Am Dienstag haben wir sie dann live auf dem Platz gegen uns“, ist der Aufsteiger der Saison in einer fußballerischen Wirklichkeit angekommen, die er vor einem Jahr so noch nicht für möglich gehalten hätte. „Dass die Spieler von Barca über große individuelle Klasse verfügen, ist uns bewusst.
Daher müssen wir so wie gegen Chelsea auftreten, dürfen uns
gar nicht auf 1:1-Duelle einlassen, sondern müssen den Gegner sofort im Zweikampf in Schach halten“, fordert Westermann.

Pander wollte sich gestern noch nicht mit der Weltauswahl aus Katalonien beschäftigen. Bei ihm kommt echtes Europapokal-Feeling dann auf, wenn die Champions- League-Hymne erklingt. „Ich werde mich ganz normal auf die
Partie vorbereiten, so wie vor jedem Bundesligaspiel“, betonte Pander. „Welche Namen bei Barca hinten auf dem Trikot stehen, finde ich nicht so wichtig. Auch das ist nur ein Match, das wir möglichst für uns entscheiden oder zumindest ein gutes Ergebnis für das Rückspiel erzielen wollen.“

Wer so cool ist, lässt sich auch nicht von einem Star wie Thierry Henry einschüchtern. Zumindest vor dem Anpfiff.

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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