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Bochum: Verletzungspech schürt das Feuer
Schröder in den Startlöchern

Nicht, dass in den letzten Wochen die Trainingseinheiten lasch und träge absolviert wurden, zur Sache geht es in jeder Übungsstunde.

Und doch hat sich erstmals in der Rückrunde die Situation noch ein wenig zugespitzt, denn VfL-Coach Marcel Koller hatte schon am Sonntag-Vormittag noch vor dem Auslaufen erklärt: „Es sind zwei Plätze frei, zeigt mir, wer dabei sein möchte.“

Da Christoph Dabrowski und Thomas Zdebel am kommenden Sonntag beim FC Bayern ausfallen, kommt Bewegung in den Kader und viele im offensiven und defensiven Mittelfeld haben Blut geleckt. Das ist auch gut so, denn der Trainer weicht jeder Feststellung, wer denn die Nase vorne haben könnte, kategorisch aus: „Ich habe mich noch nicht entschieden.“

So wird man hellhörig, wenn der erklärt: „Ich sehe Marc Pfertzel lieber auf der rechten Verteidigerposition als im Mittelfeld.“ Könnte übersetzt bedeuten: die Viererkette bleibt unverändert, der Schweizer setzt auf Bewährtes. Dies wiederum wäre die große Chance für Oliver Schröder, der eigentlich ideal in das Profil des Zdebel-Vertreters passt. Schröder ist auf der rechten Seite zuhause, defensiv stark, aber auch in der Offensive eine Allzweckwaffe – die rechte Seite in der Raute scheint für ihn die perfekte Position zu sein.

Koller: „Er hat keine Beschwerden mehr im Training, vielleicht ist er ja der neue Zdebel, das könnte man so sehen.“ Allerdings schmunzelt der Ex-Kölner, ein „Garantieschein“ für den Rechtsfuß ist das noch lange nicht. Doch Schröder, der sich immer wieder nach schwierigen Verletzungen zurück gekämpft hat, bleibt ganz cool. Noch in der Winterpause hatte er schon selbstbewusst erklärt: „Wenn ich gesund bin, dann spiele ich auch.“

So wird es dann wohl auch in München kommen, denn für die schwere Auswärtshürde in der Allianz Arena scheint der Ex-Berliner prädestiniert. Aber wer bekommt den Platz auf der anderen Seite? Vielleicht Danny Fuchs, der schon des Öfteren unter Beweis gestellt hat, dass ihm die Defensivarbeit nicht fremd ist. Schröder und Fuchs für die verletzten Dabrowski und Zdebel, das wäre ein Versuch wert gegen die UEFA-CUP-gestressten Bayern. Aber vielleicht hat der Fußballlehrer ja noch eine ganz andere Variante im Hinterkopf. Vor Überraschungen ist man da nicht sicher.

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

RevierSport anne Castroper
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