Seite: 1 von 1
Das Doppelticket wird gelöst! Die U17-Juniorinnen des DFB wollen sich im Rahmen des hochkarätigen Miniturniers im Bottroper Jahnstadion und auf der Essener Platzanlage am Stoppenberger Hallo für die EM und die WM qualifizieren. Und bei den Talenten ist nicht nur der Wille stark, sondern auch die Qualität hoch.[PREVIEWEND]Vom heutigen Donnerstag, 10. April, bis Dienstag, 15. April, misst sich die Auswahl von Coach Ralf Peter mit der Schweiz, Polen und Schweden. Als Gewinner löst man automatisch beide Tickets: Für die EM-Endrunde (20. - 23. Mai in der Schweiz: Nyon Colovray-Stadion) und für die WM (28. Oktober bis 16. November) in Neuseeland, für die ein europäischer Startplatz mehr im Angebot ist.
Beide Konkurrenzen, die der UEFA und die der FIFA, gab es vorab noch nicht. Peter ist selbstbewusst: „Wir wollen zur EM und WM. Unser Team ist ausgeglichen besetzt und hat keine größeren Schwachpunkte. Steigerungsmöglichkeiten sehe ich besonders beim Herausspielen und Verwerten von Torchancen. Dort müssen wir uns mehr konzentrieren und kaltschnäuziger werden.“ Ab heute!
Das Miniturnier – die 2. Euro-Qualifikationsrunde der UEFA-Gruppe 3, alle anderen (1, 2, 4,) sind bereits durchgeführt worden - ist effektiver Bestandteil der Konzeptionierung für die WM der A-Nationalmannschaft 2011 und die U20-Veranstaltung 2010. Beides auf deutschem Boden. „Diese Turniere sind für uns von enormer Bedeutung“, nickt Peter, „wir möchten uns unbedingt qualifizieren. Das wäre für unsere Perspektivspielerinnen eine wahnsinnig wichtige Erfahrung.“
Es wird alles andere als einfach. Peter: „Mit Schweden ist in der zweiten Runde einer der Mitfavoriten auf den EM-Titel unser Gegner. Das wird eine harte Nuss, die wir aber auch knacken wollen.“ Und zwar offensiv, eine Spielart, die favorisiert wird, weil Peter die jungen Hochkaräter dafür hat: „Da kann ich beliebig aufzählen: Svenja Huth, Tabea Kemme, Turid Knaak, Isabelle Linden, Dszenifer Marozsan, Alexandra Popp oder Ivana Rudelic – sie machen unser Angriffsspiel kaum ausrechenbar. Wir besitzen in diesem Bereich ein unglaubliches Potenzial.“
So insgesamt auch durch das Revier-Quintett Linden, Inka Wesely (beide SG Schönebeck), Knaak, Julia Debitzki (beide FCR Duisburg) und Popp (1.FFC Recklinghausen). Die skandinavische Auswahl ist mit der deutschen auf Augenhöhe – Peter: „Schweiz und Polen sind auch nicht zu unterschätzen. Wir haben eine schwere Auslosung erwischt.“
Alles läuft vor guter Kulisse ab, für die einzelnen Spieltage wurden im Vorverkauf jeweils über 1000 Zuschauer bereits gebucht. „Im Frauenfußball entscheidet aber immer noch vornehmlich die Tageskasse“, freut sich Andreas Kuhn, der vor Ort die Organisation in der Hand hat. Kuhn scheidet als Sportlicher Leiter bei der SG Schönebeck aus, der Club ist, wie auch der VfB Bottrop sowie der Fußballverband Niederrhein lokaler Gastgeber.
Auch Peter sieht den Anreiz der Kulisse: „Es wird interessant sein, wie die Mannschaft auf die Zuschauerresonanz reagiert. Darauf haben wir die Spielerinnen vorbereiten. Denn Fußball ist auch Kopfsache. Wenn es uns gelingt, dass das Team locker bleibt und Spaß am Fußball hat, dann wird es uns begeistern.“
