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Schalke: Rakitic brennt auf Comeback und träumt von Inter
"Wenn so ein Club mich will..."

Nach nur einem Monat Pause stand Ivan Rakitic in dieser Woche wieder auf dem Trainingsplatz und absolvierte das komplette Programm mit der Mannschaft.

Am 20. März hatte sich Schalkes Nummer zehn einen Bänder- und Kapselriss im linken Sprunggelenk zugezogen. Normalerweise zieht so eine Verletzung eine Pause von mindestens sechs Wochen nach sich. "Das haben mir die Ärzte anfangs auch gesagt, aber ich habe gleich entgegnet: Nicht mit mir, ich bin schneller wieder zurück", hielt Rakitic den ehrgeizigen Plan für sein Comeback ein. "Das war die erste größere Verletzung in meiner Karriere und daher ein völlig neues Gefühl für mich, nicht mit den anderen draußen trainieren können. Umso eher wollte ich wieder dabei sein, ohne ein Risiko eingehen zu wollen."

Wenn er sich nun auf das nächste Match am Samstag beim HSV vorbereitet, dann will er nicht nur zum 18er-Kader gehören, sondern meldet gleich Ansprüche auf einen Platz in der ersten Elf an. "Ich habe in der Reha gut gearbeitet und bin fit. Daher möchte ich spielen, auch wenn ich weiß, dass die Jungs zuletzt eine gute Leistung gezeigt haben und es für die Trainer schwer sein wird, die erfolgreiche Truppe zu ändern", scharrt Rakitic mit den Hufen.

Trotz des kleinen Rückschlags durch die ungewollte Auszeit ist der kroatische Nationalkicker mit seinem ersten Jahr auf Schalke zufrieden. Bisher 24 Bundesliga-Einsätze (zwei Tore), dazu sieben auf der internationalen Bühne, für einen gerade 20-Jährigen ist das eine starke Bilanz. "Ich wurde hier von Anfang an gut aufgenommen. Und wenn man sich wohl fühlt, dann stimmen meistens auch die Leistungen", nickt Rakitic.

Vor allem in der Champions League konnte der Blondschopf auf sich aufmerksam machen. Spätestens nach dem Einzug ins Achtelfinale tauchten erste Gerüchte auf, dass der europäische Fußballadel die Fühler nach den Schalker Emporkömmlingen ausgestreckt hatte. Neben Manuel Neuer, Rafinha und Jermaine Jones soll auch Rakitic in den Fokus geraten sein - und zwar bei Inter Mailand. "Ja, das stimmt", bestätigt er.

Während Neuer allerdings bereits ein klares Bekenntnis zu S04 abgab, scheinen Rafinha, Jones und Rakitic die Werbeversuche von Vereinen wie Liverpool oder Inter Mailand zu schmeicheln. "Da fühlst du dich als junger Spieler natürlich geehrt", gibt der erst vor einem Jahr vom FC Basel nach Gelsenkirchen gewechselte Shooting-Star zu. "Als ich hierhin gekommen bin, habe ich Schalke gewiss nicht als Durchgangsstation gesehen. Aber wenn so ein Top-Club nach dir fragt, dann beginnst du natürlich zu überlegen", betont Rakitic.

Fünf Spiele hat er bis Mitte Mai noch Zeit, um sich wieder ins Rampenlicht zu kicken. Dann kommt die EM, sein erstes großes Turnier - und danach eine Entscheidung für oder gegen Schalke.

Kurz Notiert / Amateurfußballnews

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