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Münchner "Zwangsrotation" gegen Meister VfB
Klose mit Nasen-Trümmerbruch

Mit dem Aufeinandertreffen des designierten Meisters Bayern München gegen Stuttgart sowie mit dem Spiel der UEFA-Cup-Aspiranten Bayer Leverkusen und VfL Wolfsburg wird der 30. Spieltag der Bundesliga heute ab 17 Uhr abgeschlossen.

Finalspiel: Michael Skibbe. (Foto: firo)

Drei Tage nach dem Halbfinal-Hinspiel gegen Zenit St. Petersburg (1:1) im UEFA-Cup und vier Tage vor dem Rückspiel wird Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld Kräfte schonen, allerdings nicht nur freiwillig. Auf dem Weg zum zweiten der drei angestrebten Titel nach dem DFB-Pokalsieg wird Stürmer Miroslav Klose sicher ausfallen. Der Nationalstürmer hatte sich gegen die Russen einen Nasen-Trümmerbruch zugezogen. Auch hinter Kapitän Oliver Kahn (eingeklemmter Nerv) und Philipp Lahm (Adduktorenprobleme) stehen nach Angaben des Coaches große Fragezeichen.

Risiken will Hitzfeld jedenfalls nicht eingehen. "Wir haben einen großen Kader. Dies ist die Chance für die Spieler, die zuletzt nicht so oft gespielt haben", sagt Hitzfeld und kündigt an: "Ich werde neue Kräfte bringen. Wir dürfen das Rad nicht überdrehen und müssen sehen, dass wir körperlich frisch bleiben."

Dass der FC Bayern trotz der immensen Belastungen in den vergangenen Wochen mit jeweils drei Spielen binnen sieben Tagen dazu in der Lage ist, davon ist Kahn überzeugt, auch wenn er einräumt: "So langsam wird das zu einem Problem. Der Spielplan auf der Zielgeraden ist mörderisch. Ich glaube, dass so ein Programm nur der FC Bayern stemmen kann mit dieser Qualität und Quantität an Spielern."

Besonders die Qualität von Bayerns Torgarant Luca Toni sorgt beim VfB für Staunen. Einen Vergleich zwischen dem Italiener und Mario Gomez, der gegen die Bayern sein Comeback feiern wird, lehnt Trainer Armin Veh aber ab. "Es überrascht mich, dass Toni in seiner ersten Saison in der Bundesliga schon so stark ist. Aber Mario und Toni kann man nicht vergleichen. Sicher muss Gomez noch eine Menge lernen, aber auch Toni kann einiges von Mario lernen", sagt der VfB-Coach.

Zu einem Spiel, in dem zwei Teams beweisen müssen, ob sie dazugelernt haben, kommt es in Leverkusen. Der gerade zum vierten mal Vater einer Tochter (Lara-Yael) gewordene Trainer Michael Skibbe fordert gegen Wolfsburg, wieder Kurs auf den UEFA-Cup zu nehmen: "Das ist ein Finalspiel, in dem wir den VfL hinter uns lassen wollen - mit vier Punkten Abstand oder besser mit sieben."

Nach der 0:1-Niederlage in Bielefeld wird Sportdirektor Rudi Völler noch deutlicher: "Wir müssen jetzt die Kurve kriegen. Was uns da fehlte, muss wieder rein: Kampfkraft und Aggressivität, aller Müdigkeit zum Trotz." Bernd Schneider, der an der Bandscheibe operiert wurde, fällt allerdings aus.

Felix Magath, der beim VfL Völlers und Skibbes Aufgaben vereint, kann im Werksduell wieder auf Grafite zurückgreifen. Der Stürmer fehlte zuletzt gesperrt, ihm wurde aber das abgebrochene Spiel beim 1. FC Nürnberg angerechnet. Nun soll er mithelfen, Magaths Worten Taten folgen zu lassen: "Die letzten beiden Niederlagen haben keine tiefen Spuren hinterlassen. Wir wollen zeigen, dass wir uns entwickelt haben."

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