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Bundesliga-Mix: Rydlewicz rechnet ab: "Gerede totaler Quatsch"
Fiedler beendet Karriere

Persönlich beleidigt und gleichzeitig bestätigt sieht sich Rene Rydlewicz bei Hansa Rostock.

Der Routinier, der seit Oktober bei den Hanseaten nicht mehr zum Einsatz gekommen ist, hat mit dem abstiegsbedrohten Bundesligisten abgerechnet und die Klubführung samt Trainer Frank Pagelsdorf heftig attackiert. "Die Entwicklung, die hier vonstatten geht, ist nicht gesund für den Verein", sagte der 34-Jährige.

"Dieses ganze Gerede von Ausbildungsverein und Blablabla ist totaler Quatsch. Nur wenn man alle Kräfte nutzt und alle Möglichkeiten ausschöpft, hat ein kleiner Verein wie Hansa die Chance auf den Nichtabstieg", meinte der letzte noch aktive Bundesligaspieler, der auch schon in der DDR-Oberliga spielte. Trainer Frank Pagelsdorf hatte in dieser Saison immer betont, Hansas Ziel sei es, Deutschlands bester Ausbildungsverein zu werden. In der Tabelle sind die Ostseestädter auf den letzten Platz abgerutscht.

Man könne alles tun, um in der Bundesliga zu bleiben. Oder man gehe einen anderen Weg und sage, man bilde auf Teufel komm raus Talente aus, erklärte Rydlewicz, der zuletzt nicht mal mehr im Kader stand: "Dann muss ich mich aber auch hinstellen und sagen, mir ist es egal, ob ich in der 1. oder 3. Liga spiele. Dann muss man sich auch die Konsequenzen vor Augen halten."

Zudem kritisierte er, dass in den letzten eineinhalb Jahren 13 Spieler mit Bundesliga-Erfahrung ausgemustert und gegen "Jungs aus dem Amateurlager" ausgetauscht worden sind: "Mit dem Weg, den man hier geht, wird man auch in der 2. Liga Schwierigkeiten haben."

Für sich selbst sieht der Profi in Rostock keine Zukunft, solange Frank Pagelsdorf Trainer ist: "Ich möchte gerne weiter Fußball spielen. Allerdings: Unter Pageldorf macht es keinen Sinn mehr."

Christian Fiedler wird seine Profikarriere nach der kommenden Saison bei Hertha BSC Berlin beenden und dem Bundesligisten weiter erhalten bleiben. Der Torhüter hat seinen Vertrag bei der "alten Dame" um vier Jahre bis 2012 verlängert. Der 33-Jährige soll in der kommenden Spielzeit noch einmal bei den Profis beschäftigt werden und danach Torwarttrainer Enver Maric beerben, berichtet die Berliner Morgenpost. Sollte Hertha im kommenden Frühjahr allerdings keinen starken dritten Torhüter haben, könnte Fiedler auch noch in der Bundesligasaison 2009/10 als Keeper beschäftigt werden.

"Für mich war interessant, dass meine Karriere jetzt weitergeht. Ich will angreifen und Druck machen. Ich bin 33, für einen Torwart ist das nicht alt. Ich will spielen", sagte Fiedler der Morgenpost. "Wir sind alle Profis. Wenn einer besser ist als der andere, wird er spielen", meinte Trainer Lucien Favre am Montag in einer Pressekonferenz. Derzeit ist Fiedler, der seit 1990 im Verein ist, nur die Nummer zwei hinter Jaroslav Drobny.

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