Der Youngster durfte sich gegen den „Club“ über ein nachträgliches Geschenk zum 21. Geburtstag freuen und seinen zweiten Bundesliga-Einsatz feiern, da Marc Ziegler mit muskulären Problemen im Oberschenkel passen musste. Bekam er beim Debüt von den Hannoveranern noch drei Stück eingeschenkt, hielt er seinen Kasten diesmal sauber - und blieb damit klarer Sieger im kleinen Privatduell mit dem Ex-Borussen Koller.
„Er hatte hier eine schöne Zeit, aber am Freitag war für ihn einfach nichts zu machen“, grinste der frühere Ahlener, der gleich mehrfach bei Kopfbällen von Koller und Tomas Galasek auf dem Posten war.
„Beim 0:0 steht das Spiel immer auf der Schneide, das kann für einen Keeper bitter ausgehen. Aber er hat uns den Punkt gerettet“, pustete Florian Kringe durch und klopfte seinem jungen Kollegen auf die Schulter. Doch dem war das Lachen inzwischen gründlich vergangenen, weil er mitbekam, dass „seine“ Regionalligatruppe beim wichtigen Duell mit Düsseldorf ordentlich auf die Mütze bekommen hatte (0:4).
„Das ist natürlich ganz bitter. Dass wir da so eine Klatsche kassieren, damit hat bei uns niemand gerechnet“, machte die Freude bei Höttecke für eine gehörige Portion Frust Platz.
Da half es auch nicht, dass die Aussichten für den jungen Keeper, bereits am Dienstag zu seinem dritten Einsatz zu kommen, keineswegs schlecht sind. Denn ob Ziegler, der sich seit langem mit Problemen im Oberschenkel herumplagt, bis dahin wieder einsatzfähig ist, steht - wie schon vor dem Pokalfinale - in den Sternen. Ansprüche stellt der 1,99 Meter große Hüne jedenfalls (noch) nicht: „Ich weiß noch nicht, ob ich wieder spiele oder nicht. Das entscheidet aber sowieso ganz allein der Trainer.“

